Zum Gebrauch der deutschen Sprache

Seit vielen Jahren setzt sich unser Verband mit Begeisterung und (hoffentlich) effizient für die Förderung der deutschen Sprache in der Wallonie ein. So haben wir im laufenden Schuljahr tausende kunstvoll gestaltete Posters und Postkarten in den Schulen verteilt. Eine einmonatige Werbeaktion in dreihundert TEC-Bussen ist am 27. April gestartet.

Die Zeitschrift „Vivre la Wallonie“ enthält jetzt eine deutschsprachige Seite und die deutschsprachige Fassung der Website der Wallonischen Region wird nächste Woche ins Netz gesetzt. Noch wichtiger: der dritte Mittwoch des Monats Oktober wurde offiziell zum „Tag der deutschen Sprache in der Wallonie“ erklärt.

Da verwundert es umso mehr, dass unsere Muttersprache in der Hauptstadt der Deutschsprachigen Gemeinschaft manchmal stiefmütterlich behandelt wird. Von Eupener Bürgerinnen und Bürgern wurde uns berichtet, dass am ehemaligen Parlamentsgebäude am Kaperberg ein französischsprachiges Plakat im Großformat hängt mit der Aufschrift „La Régie des bâtiments développe ici un nouveau projet pour les archives de l’État“.

Wie steht die Bevölkerung zu dieser Missachtung der Sprachgesetzgebung, die eindeutig besagt: für die Öffentlichkeit bestimmte Bekanntmachungen und Mitteilungen: Deutsch und Französisch mit Vorrang für das Deutsche.

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