Ein möglicherweise gut gemeintes, aber faktisch falsches Leitmotiv durchzieht unser Denken und Handeln seit über einem Jahr wie ein roter Faden. Dieser Leitgedanke, den ich als die Ur-Lüge der Pandemie bezeichne, lautet: „Niemand wird geschützt sein, bevor nicht alle geschützt sind.“ Er wurde von keinem Geringeren als der EU-Kommission formuliert und propagiert. Zum einen ist diese Behauptung faktisch falsch.
Der Einzelne kann sich sehr wohl grundsätzlich, unabhängig vom Verhalten des anderen, vor jeder Infektionskrankheit (auch Covid-19) schützen, wenn er korrekt informiert ist und, insbesondere dann, wenn ein wirksamer Impfstoff verfügbar ist. Zum anderen postuliert dieses Leitmotiv eine Pseudo-Solidarität, oder besser gesagt einen Fürsorgezwang, als Gegenstück zur Eigenverantwortung, der jeden in die Pflicht nimmt und infolgedessen jeden als verantwortungslos brandmarkt, der sich diesem postulierten Leitmotiv nicht unterwirft.
Eine Gesellschaft, die sich einer solchen degenerierten, weil mit vorheriger Entmündigung einhergehender Fürsorge verpflichtet fühlt, in der der Einzelne als grundsätzlich unmündig betrachtet, und nur die gefühlte Mehrheit, insbesondere deren Führung, als letztendlich mündig und wissend wahrgenommen werden, ist auf dem besten Wege hin zu einer totalitären Gesellschaft.
Übrigens habe ich bis heute kein derartiges Leitmotiv bzgl. der Bekämpfung der Grippe, von Aids, Lungenkrebs, Herzkreislauferkrankungen, etc. je vernommen.
Kommentare
Hat dieser Mann keinen Knopf zum abstellen? Ein Mann wie Herr Gerhard Schmitz kann unmöglich geimpft werden, der ist immun gegen jedes Mittel.
Sehr geehrter Herr Aussems, meines Wissens gilt immer noch freie Meinungsäusserung. Noch...
Herr Schmitz befindet sich schon längst in einem Shuffle- oder Repeat-Modus.
Er beweist mit seinen einmal mehr wirren Gedanken erneut, dass er von den Herausforderungen, vor die uns eine Pandemie stellt, nichts aber auch gar nichts verstanden hat.
Vor allem versteht Herr Schmitz nicht, dass Eigenverantwortung weder Gesetze noch Regeln für das Zusammenleben in einer Gesellschaft überflüssig machen. Als Mittel zur Pandemiebekämpfung - und dies haben die vergangengen 12 Monaten deutlich gezeigt - ist sie völlig unzureichend.
Auch die Vergleiche mit „Aids, Lungenkrebs, Herzkreislauferkrankungen“ verdeutlichen, in welchem intellektuellen Jammertal Herr Schmitz seine zwanghaften Runden dreht.
Die so hoch gepriesene Eigenverantwortung des „mündigen“ Herrn Schmitz besteht darin, seit einem Jahr alle Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Pandemie beitragen können, zu diskreditieren und mit fadenscheinigen „Argumenten“ zu bekämpfen.
Nein, Herr Schmitz, dies ist keine Eigenverantwortung eines mündigen Bürgers, sondern der Amoklauf eines im Sandkasten sitzenden Egomanen, dessen Lieblingsbeschäftigung es ist, anderen Sand in die Augen zu streuen.
Ja, Herr Schmitz, vielleicht hilft die Pandemie dabei, künftig andere Infektionskrankheiten - wie z.B. die Influenza - besser bekämpfen zu können. Denn daran sterben jährlich weltweit auch bis zu einer halben Million Menschen. Auch hier könnte durch konsequentere Impfung zahlreiche Menschenleben gerettet werden.
Die Grippe mit Covid19 gleichzusetzen ist jedoch nach wie vor abwegig.
Hätten die politisch Verantwortlichen auf Leute ihrer Gesinnung gehört, gäbe es heute nicht 3 sondern wahrscheinlich 10 Millionen Tote oder mehr, die Gesundheitssystem auf der ganzen Welt wären kollabiert und die Kollateralschäden unermesslich. (Gestern Italien, GB, Portugal, Spanien, ... heute die Türkei, Indien, ...)
Wäre ihre Agitation nicht derart gesellschaftsschädigend, könnte man kopfschüttelnd darüber hinwegsehen, denn Ignoranten gibt es und hat es immer gegeben.
Sie gefährden damit jedoch Menschenleben, da es bedauerlicherweise Menschen gibt, die auf Rattenfänger und Scharlatane herein fallen.
Herr Schmitz,
sorry, aber was soll das??? "Der Einzelne kann sich sehr wohl grundsätzlich, unabhängig vom Verhalten des anderen, vor jeder Infektionskrankheit (auch Covid-19) schützen, wenn er korrekt informiert ist und, insbesondere dann, wenn ein wirksamer Impfstoff verfügbar ist." Menschen, die mitten im Leben stehen und verantwortliche Arbeit verrichten (Ärzte, Krankenpfleger, Busfahrer, Polizei...) werden Ihrer kopflosen Argumentation nur mit Fassungslosigkeit begegnen! Sie, Herr Schmitz, sitzen wohl in einem hermetisch verschlossenen Gartenhäuschen und warten auf Entwarnung... Und um sich die Zeit zu vertreiben, geben Sie kontinuierlich ungereimtes Zeug zum Besten. Das, was Sie "Pseudo-Solidarität" nennen, heißt im wahren Leben "soziale Verantwortung" (vielleicht schon mal gehört???).
Wer "Grippe, Aids, Lungenkrebs, Herzkreislauferkrankungen" mit Covid19 in Verbindung bringt und suggeriert, dies seien ähnliche Dinge, der müsste z.B. auch die "von oben" aufoktroyierten Verkehrsregeln - und letztlich alle Gesetze - grundsätzlich in Frage stellen!
Doch was soll's. Dieter Leonard hat bereits Vieles richtig kommentiert - und doch ist zu befürchten, dass Herr Schmitz weitermacht - denn die ÜBERHEBLICHKEIT DER NICHT-BETROFFENEN ist grenzenlos!
Herr Leonard, persönlich finde ich ihre Agitation viel gesellschaftsstörender als die höfliche, mit Quellen unterlegte Meinung des Herrn Schmitz.
Darf man erfahren was Ihre Qualifikation ist um hier fortdauernd den moralischen Zeigefinger zu erheben und ihre Sichtweise auf die unterschiedlichen Themen von Corona über Religion bis zum idealen Staatswesen als einzig wahre zu präsentieren?
Ihre Meinung ist sicher interessant aber es ist eine unter vielen und wird definitiv Grenzwertig wenn Sie Herrn Schmitz mit Rattenfänger und Scharlatane vergleichen. Für mich ist die Grenze damit eigentlich schon überschritten.
Sehr geehrter Herr Leonard,
Sie selber sehen also ein, dass die bisherigen Corona-Maßnahmen bestenfalls „zur Bekämpfung der Pandemie beitragen KÖNNEN.“ Dies entspricht ziemlich genau der Einschätzung von Experten, wenn sie zu der wundersamen Schlussfolgerung gelangen: „Dies [ihre Studie] liefert empirische Belege für die potenzielle Wirksamkeit vieler, wenn auch nicht aller, Maßnahmen, die die politischen Entscheidungsträger als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie ergreifen.“ (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33541353/). Das nenne ich mal eine klare wissenschaftliche, dennoch aufgrund des unübersehbaren Konjunktivs wenig hilfreiche Aussage.
Dann schreiben Sie, dass auch eine „konsequentere [Grippe]Impfung zahlreiche Menschenleben retten könnte“. Verstehen Sie unter „konsequenter Impfung“ etwa „Lockdown bis 70% geimpft sind“?
Sehr geehrter Herr Wahl, wenn immer noch freie Meinungsäußerung ist, dann darf ich ja auch meine Meinung kund tun, oder muss jeder mit diesen wilden Theorien von Herrn Gerhard Schmitz einverstanden sein? Ich werde weiterhin diesem Mann antworten, das ist meine persönliche Freiheit ;-)
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