Es wäre ein Fehler, jetzt sämtliche Zügel fahren zu lassen: Das Ende der Pandemie ist noch lange nicht in Sicht. So werden auch in der zweiten Frühlingshälfte, den Sommer und sicher auch den Herbst hindurch Vorsicht und Rücksicht geboten bleiben.
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Kommentare
O. Schröder: „Ein Blick auf die Kennzahlen in den Seniorenheimen zeigt, dass die Impfkampagne, wie erhofft, Wirkung zeigt.“
Ich weiß nicht wie oft ich bereits darauf hingewiesen habe, dass gleichzeitige Ereignisse nicht zwingend kausal miteinander verbunden sind. Doch wenn es um „Belege“ für den Nutzen von Lockdowns oder Impfungen geht, scheinen deren Befürworter offensichtlich keine anderen „Beweise“, als Gleichzeitigkeit der Maßnahme (Lockdown oder Impfung) mit einer Verbesserung der Lage an der Hand zu haben.
Ich erinnere mich an die Inzidenz-Spitzenwerte in Bütgenbach, die dann (ohne Impfung und ohne besondere Maßnahmen) wieder auf beeindruckende Weise an den anderen Gemeinden vorbei in den Keller rauschten. Vielleicht konnten diese Zahlen gerade wegen der vorherigen Spitzenwerte, die möglicherweise mit einer hohen natürlichen Immunisierung einhergingen, derart runter gehen. Das wäre zumindest plausibel, mehr aber auch nicht.
Und genau so kann es sich mit den Seniorenheimen verhalten, die in der Vergangenheit ebenfalls sehr hohe Fall- und Sterbezahlen aufwiesen, und nun möglicherweise aufgrund der damit ebenfalls einhergegangenen natürlichen Immunisierung der Überlebenden heute deutlich besser dastehen. Das wäre zumindest plausibel, mehr aber auch nicht. Es KANN auch mit der Impfung zusammenhängen, muss aber nicht!
Ein weiteres Beispiel bieten die Corona-Sterbezahlen von Schweden und Israel, die von Anfang Februar bis Mitte März 2021 wirklich im Gleichschritt nach unten gingen, wissend dass beide Länder völlig unterschiedliche Impfquoten und Einschränkungen aufwiesen. Anhand dieser Zahlen einen wie auch immer gearteten Einfluss der Impfung oder Einschränkungen ableiten zu wollen, würde ich als verwegen qualifizieren.
https://ourworldindata.org/explorers/coronavirus-data-explorer?zoomToSel...
Und täglich grüßt das Murmeltier (in diesem Fall Gerhard Schmitz genannt)
Die unmögliche Tatsache
Palmström, etwas schon an Jahren,
wird an einer Straßenbeuge
und von einem Kraftfahrzeuge
überfahren.
"Wie war" (spricht er, sich erhebend
und entschlossen weiterlebend)
"möglich, wie dies Unglück, ja-:
daß es überhaupt geschah?
Ist die Staatskunst anzuklagen
in bezug auf Kraftfahrwagen?
Gab die Polizeivorschrift
hier dem Fahrer freie Trift?
Oder war vielmehr verboten,
hier Lebendige zu Toten
umzuwandeln, - kurz und schlicht:
Durfte hier der Kutscher nicht -?"
Eingehüllt in feuchte Tücher,
prüft er die Gesetzesbücher
und ist alsobald im klaren:
Wagen durften dort nicht fahren!
Und er kommt zu dem Ergebnis:
"Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil", so schließt er messerscharf,
"nicht sein kann, was nicht sein darf!"
Christian Morgenstern
Danke für diesen Kommentar, Oswald Schröder!
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