Herr Thevissen, Sie lügen!

Seit Monaten stellen wir die Frage nach der zukünftigen Zweckbestimmung der jetzigen Herbesthaler Schulgebäude und nach dem von der Mehrheit angekündigten Masterplan, ohne den man keine wichtigen Entscheidungen treffen wolle. Am Montag im Gemeinderat haben wir diese Frage wiederholt, nachdem wir sie am 01.03.21 schon schriftlich an das Gemeindekollegium gestellt hatten, denn ein neuer Schulbau mit Kosten in Höhe von 10 Millionen Euro ist eine wichtige Entscheidung. Daher der dringende Appell unserer Kollegin Sandra Houben am Montag: „Sollte es ein Gesamtkonzept geben, kann ich nur sagen: Geheimniskrämerei ist an dieser Stelle unpassend. Wir müssen alle Elemente kennen, um eine verantwortungsbewusste, vernünftige und zukunftsorientierte Entscheidung für unsere Bürger zu treffen“. Auch das prallte ab, verhallte ungehört und blieb- unbeantwortet. Aber schon einen Tag später im BRF und dann am 21.04. im GrenzEcho-Interview spricht Patrick Thevissen von einer „möglichen Fährte“ und der Verlegung von Gemeindeverwaltung und ÖSHZ ins „Weiße Haus“. Auf die Frage der Journalistin, ob die Opposition von den Plänen wisse, antwortet er „Natürlich, sie will sie nur nicht hören“. Herr Thevissen, das ist eine infame Lüge, mit der Sie uns als vorsätzlich ignorante Lügner hinstellen. Kein einziges Mal haben Sie von einem Konzept gesprochen oder konkrete Vorschläge angesprochen und unsere Fragen ernst genommen. Die Antworten, die wir von Ihnen erhalten haben, waren immer unkonkret, vertröstend und zuletzt auch verhöhnend. Das ging von Aussagen, die die Pläne der Mehrheit als Geheimnis darstellten, über vertröstendes „Sie müssen nicht so ungeduldig sein“ bis hin zu Ihrem Vorschlag nach dem letzten Schulausschuss „Ich kann ja mal einen Preis einholen für den Abriss“.

Das ist eines Bürgermeisters unwürdig und respektlos dem Gemeinderat und der gesamten Bevölkerung gegenüber! Übrigens gibt es für Herbesthal eine ausführliche Analyse des Gebäudebestands und -bedarfs aus dem Jahre 2018, erstellt durch die Union, als es um den eventuellen von der Energie-Fraktion angeregten und inzwischen aufgegebenem Casinoankauf ging. Der Bedarf, den Herr Thevissen im Interview angibt, und auch ein „Immobilienkarussell“ als mögliche Lösung stehen schon in dieser Analyse, die dem jetzigen Kollegium und Gemeinderat zur Verfügung steht. Wir als Union stehen ebenfalls zur Verfügung, aber nicht für solch unkollegiale und destruktive Arbeit!

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