Pandemie

Ein auf Dauer gestellter Ausnahmezustand, der sich allein an der vom realen Krankheitsgeschehen immer stärker entkoppelten Inzidenz orientiert, ist völliger Irrsinn. Während ein nächtlicher Spaziergang zum kriminellen Akt gemacht wird, „dürfen“ sich unverändert jeden Tag Millionen Menschen in volle Busse und Bahnen quetschen. Und die Regierung interessiert sich noch nicht mal dafür, welche Berufsgruppen von Infektionen in besonderer Weise betroffen sind – um vielleicht durch gezielte Arbeitsschutzmaßnahmen der Ausbreitung entgegenzuwirken. Privates und kulturelles Leben wird stranguliert, Gastronomie und Einzelhandel in den Ruin getrieben, während man zuschaut, wie der Personalnotstand in den Krankenhäusern sich weiter verschärft und gerade deshalb viele Intensivstationen am Limit sind.

Kommentare

  • Ich lese gerade im Spiegel:
    Belgiens Intensivstationen sind am Limit.
    Fast alle Intensivbetten sind belegt, die Mitarbeiter erschöpft: Belgien droht in der dritten Coronawelle der Krankenhaus-Notstand. Nun sollen Patienten in die Bundesrepublik gebracht werden.
    Das finde ich sehr gut! Unverständlich bleibt mir die vorgesehene Öffnung der Gastronomie.

  • Nun Ja Herr von Thenen, sie finden die Öffnung der Gastronomie unverantwortlich in Anbetracht der Krankenzahlen.

    Seltsamerweise hatte Texas (29 Millionen Einwohner) in etwa die gleiche Entwicklung der Krankenhausbelegung durch Covid-19-Patienten wie Belgien erlebt, mit einem Spitzenwert von 14.000 Patienten Anfang Januar (Belgien 7000 Anfang November), der dann innerhalb von 2 Monaten auf ein Drittel sprich 5000 sank (Belgien 2000 Patienten Anfang Januar).
    Dann hat Texas am 3. März komplett geöffnet, Belgien aber den Lockdown stets weiter aufrecht erhalten.

    Heute zählt Texas nur noch 3000 COVID-Krankenhauspatienten, Belgien dagegen wieder mehr.

    https://txdshs.maps.arcgis.com/apps/dashboards/0d8bdf9be927459d9cb11b9ea...

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