Jeder vernünftig denkende Mensch muss sich jetzt die Frage stellen, was das soll. Das Haus Bosch wurde aus einer Laune heraus von der Gemeinde, ohne jeglichen Visionen, gekauft. Warum sonst die Ankündigung einer Studie, um eine Zweckbestimmung zu suchen? Blitzgedanken kommen dann vermeintlich von alleine.
Letzte Woche die Großankündigung eines Projektes „Betreutes Wohnen“ im Gemeinderat, und nun wird dort die Touristen-Infostelle untergebracht. Sollte das 12-Millionen-Projekt wirklich zum Tragen kommen, muss die Info wieder umziehen, und erneut sind ein paar Tausend Euro zum Fenster hinausgeworfen worden! Ob es nun zum Projekt kommt, ist abzuwarten, denn es handelt sich um dieselbe finanzielle Größenordnung wie das große 90-Betten-Seniorenheim „Leoni“, das jedoch von mehreren Gemeinden getragen wird. Wenn die Gemeinde dies wirklich alleine stemmen will, wird es wohl ein Wohnheim für gut betuchte Senioren werden, denn die Kosten müssen ja in irgendeiner Form zurück. Es sei denn, man holt das Geld, wie heute üblich, beim Bürger und vor allen Dingen bei unseren Nachkommen.
Das heißt, dass nun doch unsere Enkelkinder dafür herhalten müssen, was viele gewissenhafte Politiker stets verhindern wollten. Für den Info-Punkt sollte es auch nicht problematisch werden, denn entweder bleibt er dort oder er zieht einfach in ein anderes leer stehendes Geschäft um. Davon gibt es ja genug in Kelmis – und Geld spielt ja wie immer keine Rolle.
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