Wer mich persönlich kennt, weiß von meinen Sympathien für die Parteien der Mitte, sei es in der Regierung oder in der Opposition.
Bei Vivant habe ich gespaltene Gefühle. Ich halte Vivant zu gute, dass sie als einzige Partei immer wieder die ausufernden Ausgaben der Verwaltung in Eupen anprangert und auch den Schulden-tsunami, den Paasch & Co für Ostbelgien auslösen (CSP und Ecolo sind eher brave Oppositionsparteien, die wohl an ihre Chancen als mögliche Koalitionspartner in 2024 denken).
Aber bei Corona und Impfstrategie von Vivant ist für mich die Sympathie vorbei. Natürlich ist die Stärkung des Immunsystems wichtig. Aber wenn man dem Ansatz von Dr. Meyer, dem Ziehvater von Vivant, gefolgt wäre und Corona wie eine etwas stärkere Grippeepidemie behandelt hätte, dann wäre unser Gesundheitssystem total zusammengebrochen und man hätte ein Mehrfaches der Toten zu verantworten gehabt.
Auch bei der Impfstrategie sorgt Dr. Meyer, aber auch Vivant, immer wieder für Verwirrung, verunsichert die Bevölkerung, und sorgt auch teils für falsches Verständnis. Die angestrebte Herdenimmunität (scheinbar ist bei Corona ein Niveau von 70-80 % nötig) werden wir wohl im Sommer oder Herbst erreichen, sei es durch Infektion, aber vor allem durch Impfung. Herdenimmunität bedeutet aber nur, dass es keinen schweren Ausbruch der Epidemie mehr geben kann, der zur Überbelastung der Krankenhäuser führt.
Einzelne Erkrankungen mit schwerem bis tödlichem Ablauf für einzelne ungeimpfte Personen bleiben weiterhin möglich. Ich kann also nur jedem anraten, sich so bald wie möglich impfen zu lassen.
Gott sei Dank sieht die Mehrheit der Bevölkerung (und wahrscheinlich auch der Vivant-Wähler) es so. Die breite Bevölkerung hat also schon genügend Antikörper gegen die Theorien aufgebaut wo Vivant falsch liegt.
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