10 Jahre Fukushima – 1 Jahr Corona

11. März – es jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima! Die Unglückskette: Erdbeben, Tsunami, menschliches Versagen und schließlich Kernschmelze in drei Atomreaktoren! 200.000 Menschen mussten evakuiert werden! Ganze Landstriche wurden – für mindestens 300 Jahre – zu verstrahlten Sperrzonen! Radioaktivität wird weiter freigesetzt. Fälle von Schilddrüsenkrebs liegen 20 Mal über dem Durchschnitt. Noch immer arbeiten 4.000 Menschen daran, kontaminierte Erde abzutragen und mit Beton zu versiegeln! Die Kernschmelze geht unvermindert weiter! Täglich müssen 180.000 Liter „Kühlwasser“ – eine giftige Brühe – „gereinigt“ werden. Tausend haushohe Tanks sind bereits randgefüllt – deshalb erwägen Tepco und die japanische Regierung eine Einleitung in den Pazifik… Glücklicherweise lagen im Umkreis des Akw lediglich kleinere Ortschaften und nicht die Metropole Tokio… Käme es indes im „Ballungsgebiet Europa“ – mit seinen überalterten Reaktoren – zum Supergau, dann „gute Nacht!“ Möglicherweise müsste dann ein Vielfaches dessen, was zurzeit der kompletten Logistik zur Bekämpfung der Coronakrise entspricht, innerhalb von 24 Stunden aus dem Boden gestampft werden, um zigtausende oder gar Millionen Menschen zu evakuieren…! Und keine Regierung ist darauf vorbereitet!

Sicher, diese divergenten Szenarien sind nicht vergleichbar – jedoch ernst zu nehmen. Und 10 Jahre Fukushima sollten Anlass genug sein, daran zu erinnern, dass der Atomausstieg unabdingbar ist!

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