Wer entscheidet, was „Fake News“ sind?

Die Regierung Paasch hat eine Beraterfirma eingestellt; MSLgroup.de, um die Bevölkerung vor den Gefahren von „Fake News“ zu schützen. Diese Firma arbeitet „Influencer Strategies“ aus, eine Form der Beeinflussung, und wirbt mit folgenden Sprüchen: „Wir sind Berater, Ideengeber und Helfer für unsere Kunden und stärken ihren Einfluss bei relevanten Zielgruppen, Medien und Mittlern durch Lobbying, PR-Kampagnen, Social Engagement und Influencer Marketing.” Geht es hier um Aufklärung oder um gezielte Einflussnahme? Soll diese Agentur dabei helfen, die Ostbelgier auf Kurs zu bringen und ihnen den Weg zur einzigen Wahrheit aufzuzeigen? Und was genau sind Fake News? Wer definiert, was wahr und was unwahr ist? Ist denn alles das, was die Regierung sagt, wahr?

Dürfen einzelne Institutionen und Menschen über die Deutungshoheit der Wahrheit verfügen, über solche Macht, ohne je selbst geprüft zu werden? Wir reden hier nicht von verfassungswidrigen Inhalten oder Hassreden, die nicht unter dem Schutz der Meinungsfreiheit stehen, sondern von einem auferlegten Meinungsmonopol seitens der Regierung, die eine allgemeingültige Sichtweise auf gesellschaftspolitische Themen in die gewünschte Richtung lenkt.

Die beauftragte Agentur schreibt auf ihrer Internetseite: „Wir formulieren Botschaften, erzählen Geschichten, entwickeln Beziehungen, schaffen Erfahrungen und entfalten Wirkung”. Zur Demokratie gehört der Streit um den richtigen Weg, die Auseinandersetzung, der Pluralismus; dass jetzt solche Beeinflusser von der Regierung beauftragt werden, um die Meinung der Bürger zu lenken, ist mehr als erschreckend und sollte jeden Demokraten aufhorchen lassen.

Kommentare

  • Vivant... immer wieder für einen guten Lacher zu haben: Im vergangenen Jahr tummelten sich Mitglieder dieser Fraktion noch auf einer Neonazi- und Reichsbürgerdemonstration in Berlin, jetzt möchten sie uns über das Demokratensein belehren...

  • Sehr geehrter Herr Hezel,

    Wie Sie wissen, war ich auch in Berlin dabei, und kann somit Ihre Behauptung, diese Demo sei eine „Neonazi- und Reichsbürgerdemonstration“ gewesen, ruhigen Gewissens in den Ordner „Fake-News“ ablegen.

    Zum Thema „Meinungsmonopol“ betrachte man folgendes Beispiel. Die österreichische Zeitung WOCHENBLICK titelt am 10.2.2021 folgendes: „Ohne Impfung, ohne Massensterben: Ukraine hat Herdenimmunität erreicht!“(https://www.wochenblick.at/ohne-impfung-ohne-massensterben-ukraine-hat-h...).

    In diesem Artikel werden zwei weitere Artikel verlinkt:

    ORF: „Testanbieter: Über die Hälfte der Ukrainer hat Antikörper“

    ARD: „Die Ukraine im Impf-Fiasko“

    Beide Meldungen scheinen zu stimmen. Die erste wird den Impfskeptikern gefallen, die andere den Impfbefürwortern.

    Allerdings beobachte ich, dass in unseren Medien, insbesondere in Belgien und Deutschland, die Nachrichten fast ausschließlich das Lied der Impfbefürworter singen.

    Übrigens schwächen die ukrainischen Zahlen bzgl. Corona-Toten und Übersterblichkeit die Position der Befürworter der Coronamaßnahmen (und der Impfung). Denn trotz fehlendem harten Lockdown, fehlenden Impfungen und schlechterem Gesundheitssystems wurde die Ukraine nicht härter von der Pandemie getroffen als z.B. Israel, mit 600 Coronatoten pro Million Einwohner, und einer Übersterblichkeit von 6%.
    Zum Vergleich die belgischen Zahlen: 1900 Coronatoten pro Million Einwohner und Übersterblichkeit von 16%.

  • Herr Schmitz, Sie können es drehen und wenden wie Sie möchten, sich um Kopf und Kragen reden oder den Kopf in den Sand stecken: Sie und eine Handvoll anderer Ostbelgier, unter anderem Mitglieder von Vivant, sind im vergangenen Jahr mit Reichsflaggenschwenkern, Neonazis, gröhlenden und pöbelnden Spinnern und sonstigen erleuchteten Querulanten durch Berlin spaziert und das schlimme ist, dass Sie noch nicht einmal ein Problem darin sehen.

    Gingen Sie etwa auch auf eine Demo von linksextremen Anarchisten, um gegen die Finanzpolitik zu protestieren?
    Der Zweck heiligt eben nicht alle Mittel.

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