Unterstützung für den Horecasektor

Sehr geehrter Herr Kessler, ich beziehe mich auf Ihren Leserbrief vom 8. Februar. Die Mehrwertsteuersenkung war und ist für mich die gerechteste Maßnahme, um den Horeca-Sektor zu unterstützen. Da ich aus der Branche komme, weiß ich wovon ich schreibe. Durch die MwSt.-Senkung und den unglaublich guten Sommer, den wir letztes Jahr hatten, konnten die meisten Betriebe in Ostbelgien sich die nötigen Rücklagen aufbauen, um diesen zweiten Lockdown überhaupt zu überleben.

Der Prof. H-W Sinn stellt den Horeca-Sektor wahrscheinlich fälschlicherweise mit dem Baufach gleich, in welchem die MwSt. zum Nettopreis hinzugerechnet wird und der Endkonsument die MwSt. zahlt, somit würde bei einer Senkung im Baufach, der Preis für den Endverbraucher günstiger. Im Horeca-Sektor ändert der Verkaufspreis sich jedoch bei einer Senkung der Mehrwertsteuer nicht. Der Endkonsument zahlt immer noch den vollen Preis, die Differenz, welche die Senkung der Steuer ergibt, kommt dem Horeca-Betreiber zugute. Somit kann der Betreiber nicht nur ein wenig von seinem Umsatz wettmachen, sondern es ist vor allen Dingen aktuell auch die einzige Unterstützung, die proportional zum Umsatz, Produktivität, Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter usw. verrechnet wird. Zudem sollte die Senkung auf den Bierverkauf ausgeweitet werden, damit auch Kneipen, die kein Essen servieren, von dieser Unterstützung profitieren können.

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