Unterstützung durch den Staat

Wenn demnächst die Corona-Infektionen dank der Impfkampagne endlich dauerhaft sinken werden, gilt es, unsere zusammengebrochene Wirtschaft wieder aufzubauen. Eine Hilfe dabei werden die großen Konjunkturpakete sein, die mit nationalen und europäischen Geldern aufgelegt werden.

Und hier fühlen viele Politiker sich im Schlaraffenland. Gibt es doch nichts schöneres, als Geschenke auszuteilen, ohne sich (vorläufig) Sorgen machen zu müssen, wer dies alles schließlich bezahlen wird. Dabei ist es deutlich, dass es die Generationen nach uns sind, die mit der Rechnung sitzen bleiben – aber man muss wohl akzeptieren, dass eine Krise solchen Ausmaßes keine andere Wahl lässt.

Bei der Bekämpfung der Epidemie hat sich die Politik bei Medizinern und Virologen Rat geholt. Man täte gut daran, sich beim Wiederaufbau von Wirtschaftsprofessoren leiten zu lassen und nicht nur auf „Bauchgefühl“, um sich bei den Wählern anzubiedern ...

Horeca und Kontaktberufe brauchen sicherlich die Unterstützung des Staates, wurden sie doch besonders hart getroffen in der Krise. Aber der Vorschlag des Liberalen Denis Ducarme, die Mehrwertsteuer zu senken, ist unproduktiv. Die Leute gehen nicht zum Frisör, weil sie nicht dürfen ... und nicht, weil er zu teuer ist.

Viele Verbraucher haben in der Krise ungewollt viel mehr als üblich gespart und warten nur darauf, dieses Geld beim Frisör oder in Gaststätten ausgeben zu können. Professor H-W Sinn, der frühere Chef des IFO-Institutes, hat deshalb auch schon letzten Sommer die MwSt.-Senkung in Deutschland kritisiert. Also soll der Staat die Konsumenten ruhig die volle MwSt. zahlen lassen und dieses Geld anderweitig gebrauchen, um die Sektoren zu unterstützen.

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