Club Brügge siegt im Stadtderby –Standard spielt an der Küste „nur“ 2:2

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Traf zum 2:1 für den Club Brügge: Noa Lang (rechts). | Foto: Photo News

Auf dem Papier war die Sache eigentlich klar. „Blauw en Zwart“, das als Tabellenführer ins Derby ging, war der haushohe Favorit. Dem Kontrahenten Cercle, der vor dem Anpfiff von dem vorletzten Platz „grüßte“, und dementsprechend mitten im Abstiegskampf steckt, hatten die Buchmacher keine allzu großen Chancen auf Punkte ausgerechnet. In der 28. Spielminute ließen die Gastgeber in Person von Anthony Musaba die Experten aber verstummen. Der 20-jährige Angreifer konnte aus kurzer Distanz das Leder zum 1:0 über die Linie drücken. Die Führung ging zu diesem Zeitpunkt völlig in Ordnung, denn Cercle verstecke sich nicht und ließ dem großen Rivalen kaum Platz zum Atmen. Für den Club war das übrigens erst das 17 Gegentor in 24 Ligaspielen – Spitzenwert in der 1. Division. Knapp zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff hatte Bas Dost die Riesenchance zum Ausgleich. Der schlaksige Niederländer scheiterte aber aus gut fünf Metern freistehend an Schlussmann Thomas Didillon. Kurz darauf musste sich der Cercle-Keeper dann aber geschlagen geben. Nationalspieler Brandon Mechele konnte nach einer sehenswerten Vorarbeit von Odilon Kossounou per Kopf zum 1:1 (37.) einnetzen. Nach der Pause dominierte der 16-fache Landesmeister die Partie und ging in der 58. Minute durch Noa Lang mit 2:1 in Front. Mit dem Torjubel mussten Lang & Co. allerdings warten. Der Video Assistant Referee (kurz VAR) hatte das Tor auf eine Abseitsposition überprüft, nach dicken zwei Minuten wurde der Treffer aber anerkannt. In den letzten 20 Minuten hatte der FCB das Ruder klar in der Hand und schipperte den Dreier ungefährdet in den Hafen. Durch den Triumph im Derby konnte „Blauw en Zwart“ den Vorsprung auf den KRC Genk, seines Zeichens Tabellenzweiter, auf satte zwölf Punkte ausbauen.

Im zweiten Spiel des Abends konnte Standard Lüttich an der Küste ein glückliches 2:2-Unentschieden gegen den KV Ostende erkämpfen. Merveille Bokadi gelang in der vierten Minute der Nachspielzeit (!) der „Lucky Punch“ für die „Rouches“ um Neucoach Mbaye Leye. Der 38-Jährige hatte Anfang Januar das Team übernommen und in seinen ersten vier Matches stolze zwölf Punkte geholt. Für die Gastgeber war derweil Angreifer Fashion Skala zweimal erfolgreich (8./64.). Lüttichs Michel Ange Balikwisha (47.) hatte zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen. (calü)

<p>Mbaye Leye konnte mit den „Rouches“ am Donnerstagabend an der Küste keinen Dreier einfahren,</p>
Mbaye Leye konnte mit den „Rouches“ am Donnerstagabend an der Küste keinen Dreier einfahren, | Foto: belga

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