Das Foto auf Seite 1 – und besonders dessen Unterschrift – sind eine Unverschämtheit! Hier wird suggeriert, dass ein Monster von 220 Metern (!!) Höhe sich wunderbar zwischen den Fichten (von 40 Metern Höhe) integrieren könnte.
Als „Leidtragender“ des täglichen Anblicks der sieben riesigen Windräder an der B258 vor Roetgen bin ich strikt gegen eine weitere Verschandelung derselben schönen Waldkulisse, die ich 40 Jahre lang vor Augen hatte.
„Aha!“ werden Herr Radermacher (unser „Öko-Wächter“ im allgemeinen) sowie die Herren Deller und Güsting aus Raeren im besonderen, jetzt aufschreien: „Schon wieder einer dieser Naturfreunde als Gegner unserer Pläne zur Gewinnung erneuerbarer Energie“ Fehlanzeige! Ich gehöre nur zu den vielen Verfechtern der Aussage, dass in einem kleinen Land wie Belgien die Windenergie-Gewinnung raus aufs Meer gehört. Dort sind ja auch bereits viele Anlagen installiert... Die auch nicht nur theoretisch die angegebenen Leistungen erbringen, sondern praktisch einen wesentlich höheren Wirkungsgrad haben, da sie nun mal vom immer wehenden Wind in Küstennähe profitieren. Mit – nicht ganz – freundlichen Grüßen,
Kommentare
Guten Tag Herr Croé,
natürlich sind Offshore-Windkraftanlagen weniger störend, doch auch da gilt - wie überall -, der Raum (für den Energie-Hunger der Menschen) ist überall begrenzt. Natürlich müssen Windräder da aufgestellt werden, wo der Wind am meisten bläst. Und genauso ist richtig, dass Windräder nicht unmittelbar das Leben beeinträchtigen dürfen.
Dies aber allein mit "ästhetischen" Argumenten zu begründen ist m.E. ein Fehler! Denn dann müssten Sie genauso radikal all die hässlichen Straßen ablehnen, die Autobahnen, die Futtersilos der Landwirte, Hochspannungsmasten, Kamine und nicht wenige Häuser - die auch nicht immer eine Augenweide darstellen... (u.v.m...)!
Hinzu kommt, dass Belgien allmählich Probleme damit bekommt, dass deutsche Umweltschützer gegen den Transport von Brennelementen - aus Deutschland zu den maroden Kernkraftwerken in Belgien - prozessieren und teils Recht bekommen. Das heißt, dass wir vielleicht in absehbarer Zeit Energieprobleme bekommen - dann aber können die Gemeinden, die rechtzeitig Alternativen entwickelt haben, vielleicht besser dastehen als andere...
Gruß, Erwin Radermacher - Ihr Öko-Wächter :-)
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