Die Erde braucht den Menschen nicht

Zurück zur Normalität? Wunschdenken? Was ist noch normal? Unsere Mutter Erde ist fiebrig krank, ihre Ozeane plastikvermüllt, die Atemluft smogvergiftet, das Ozonloch größer als das antarktische Festland, der Amazonas in Flammen (statt zig Millionen Bäume in der Sahelzone zu pflanzen).

Jeder weiß das, niemand will schuld sein. Alle dachten, dass wir Menschen in einer kranken Welt dennoch gesund leben könnten. Immun gegen alle Zweifel. Das Gewissen ausgeschaltet.

Alle haben irgendwie mitgemacht, z.B. der Luxus einer Öl-Gas-Heizung, z.B. ein 3 l-Turbo-Motor (um die Kinder zur Schule zu fahren), z.B. der Urlaub am Schwarzen Meer (nicht an der Schwarzen Brücke) usw.

Obwohl wir alle wissen, dass wir über unsere Verhältnisse leben, sind unsere Wünsche unersättlich.

Sind wir uns der Schwere der Schuld bewusst? Welche Welt wir unseren Kindern und Enkeln überlassen? Obwohl wir alle hier nur auf der Durchreise sind! Unsere Sünde ist, dass wir unseren Luxus zum alleinigen Götzen erhoben haben.

Dafür rücksichtslos alle Ressourcen ausbeuten, auf Kosten der Armen in der Dritten Welt, der Millionen von Flüchtlingen. Wann lernt der Mensch? Nicht einmal, wenn es zu spät ist? Bringt das Jahr 2021 uns zu der Erkenntnis, dass unsere kranke Erde vor dem Kollaps steht? Wieviele Spezies hat der Mensch aussterben lassen? Ob zuletzt die Erde sich befreit von unseren Spezies, uns abschüttelt als nicht mehr tragbar? Die Erde braucht den Menschen nicht, Menschen aber die Erde, um zu überleben! Wir sitzen im Warmen, vor dem TV, alles Elend ist weit weg und denken, dass uns unser Wohlstand zu Recht zusteht. Wir jammern, weil das Virus unsere Freiheit einschränkt, Maskentragen ermüdet, unsere Spaßgesellschaft ins Stocken gerät. Überheblich wollen wir nicht wahrhaben, dass wir die weitere Entwicklung eigentlich nicht mehr kontrollieren können.

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