In seinem Blick auf die von Donald Trump provozierten besorgniserregenden Ereignisse in Washington am vergangenen Mittwoch und dass Ähnliches auch in unseren Demokratien möglich sei, ruft Oswald Schröder die Erinnerungen an 1933 nochmals wach. Dem kann ich nur beipflichten und ergänzend hinzufügen: Franz von Papen, der deutsche Adlige, Politiker und Abgeordnete im Preußischen Landtag, war von Juni – Dezember 1932 Reichskanzler der Weimarer Republik. Nach seinem Sturz im Dezember 1932 überredete er Hindenburg, dass Hitler und die Nationalsozialisten kontrolliert und gezähmt werden könnten, wenn sie an der Regierung beteiligt werden.
Hindenburg ernannte am 30.01.1933 Hitler zum Kanzler und von Papen zum Vizekanzler im Kabinett Hitler. Ein fataler Irrtum, denn von Papen wurde im Juli 1934 entmachtet, letztendlich ungewollt zum „Steigbügelhalter Hitlers“ und schaffte es nicht, den Anfängen zu wehren. Sein Zitat „In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht.“ zeigt, dass er vor der großen Katastrophe einem fatalen Irrtum erlegen war.
Die Geschichte hat es bewiesen: Nicht Hitler „wurde in die Ecke gedrängt, dass er quietscht“, sondern Millionen Menschen wurden grausam ermordet. Ergo, es war, ist und bleibt (fast) unmöglich, populistische und demagogische Rädelsführer zu zähmen oder zu kontrollieren, indem man einen Pakt mit ihnen eingeht. Dessen sollten wir uns immer bewusst sein, insbesondere in Vorwahlzeiten, sodass wir nach Wahlen noch in den Spiegel schauen können.
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