Erste Corona-Impfstoffe aus Puurs in EU-Staaten eingetroffen

<p>Dieses Handout-Bild zeigt Paletten, die mit Kisten beladen sind, die Impfstoffe in Trockeneis enthalten, beschriftet für jeden Mitgliedsstaat und jedes EWR-Mitglied in der Produktionsanlage von Pfizer in Puurs. Der Impfstoff Covid-19 von Pfizer-Biontech wird dort hergestellt.</p>
Dieses Handout-Bild zeigt Paletten, die mit Kisten beladen sind, die Impfstoffe in Trockeneis enthalten, beschriftet für jeden Mitgliedsstaat und jedes EWR-Mitglied in der Produktionsanlage von Pfizer in Puurs. Der Impfstoff Covid-19 von Pfizer-Biontech wird dort hergestellt. | Foto: belga

Für NRW teilte das ein Sprecher der Düsseldorfer Staatskanzlei am frühen Morgen mit. Zunächst kamen 9.750 Impfdosen ins bevölkerungsreichste Bundesland Deutschlands. Sie wurden aus der Pfizer-Impfstoff-Fabrik in Puurs (bei Antwerpen) transportiert und in ein geheimes Zentrallager des Landes NRW gebracht. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet betonte: „Das ist ein wichtiger Moment der Zuversicht. Mit der Lieferung des ersten Corona-Impfstoffes entsteht Hoffnung auf ein normales Leben, wie wir es vor dem Virus gekannt haben.“

Der Impfstoff sei ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die weltweite Pandemie, betonte der Regierungschef laut Mitteilung. Es brauche weiter Geduld, „bis wir das Corona-Virus wirklich hinter uns gelassen haben.“

Die ersten Dosen des vom amerikanischen Pharmakonzern Pfizer und seinem deutschen Partner Biontech entwickelten Impfstoffs wurden am Samstag kurz vor 7 Uhr ebenfalls in ein zentrales Lager in Paris geliefert. Nach offiziellen Angaben wurden etwa 19.500 Dosen des Impfstoffs, die in 3.900 Fläschchen enthalten waren, in einem Kühl-LKW transportiert, der von Puurs nach Paris fuhr.

In Frankreich, wo mehr als 62.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind und nun ein erster Fall einer Ansteckung mit der in Großbritannien aufgetretenen Covid-19-Mutante festgestellt wurde, wird am Sonntag wie in der gesamten Europäischen Union mit der Impfung begonnen. Die ersten Injektionen werden in zwei Einrichtungen für ältere Menschen in Sevran (nördlich von Paris) und Dijon stattfinden.

In Italien haben die ersten Corona-Impfstoffe sogar unter Militär-Geleit ihr Ziel in der italienischen Hauptstadt Rom erreicht. Der Transporter sei am späten Freitagabend in einer Kaserne der Carabinieri im Norden Roms angekommen, wie das Verteidigungsministerium am Samstagmorgen bestätigte. Auf einem vom Ministerium verbreiteten Video war zu sehen, wie der Transporter mit den aus Belgien angelieferten Impfdosen von Pfizer-Biontech eskortiert von mehreren Polizeiautos der Carabinieri in die Kaserne einfuhr.

Ab Sonntag will Italien anlässlich des europäischen „V-Day“ (Vaccine Day - Impftag) die ersten wenigen Tausend Corona-Impfungen verabreichen. Laut Impfplan des Gesundheitsministeriums sollen zunächst Bedienstete in Krankenhäusern geimpft werden, die besonders der Gefahr ausgesetzt sind, sich mit dem Virus anzustecken. Weitere Mitarbeiter in Krankenhäusern und Altenheimen seien danach dran. Eine Impfpflicht ist in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern laut Ministerpräsident Giuseppe Conte nicht geplant. (belga/dpa)

Kommentare

  • OH MEIN GOTT ; ICH MÖCHTE MICH IMPFEN LASSEN : GEHT ABER NICHT DA ZU WENIG IMPFSTOFF VORHANDEN SEI ??? aber der export und die kassen müssen ja gefüllt werden !!! auch sollen wir lokal einkaufen !!! WAS IST DASS DENN BITTESCHÖN ???

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