Corona-Polizeieinsatz in Waterloo gerät außer Kontrolle

<p>Corona-Polizeieinsatz in Waterloo gerät außer Kontrolle</p>
Illustrationsfoto: dpa

Polizeibeamte aus der Gegend von Mazerine und ihre Kollegen aus Waterloo wurden am Freitagabend gegen 23.30 Uhr zu einem Einsatz in einem Privathaus an der Grenze der Ortschaften Ohain (Lasne) und Waterloo gerufen. Dort fand eine „Feier“ mit etwa zehn Personen statt.

Bei der Hausinspektion, die in Absprache mit der Staatsanwaltschaft durchgeführt wurde, kam es zu Diskussionen mit dem Hausbesitzer, seiner Frau und den Kindern. Polizisten wurden laut Staatsanwaltschaft leicht verletzt, die Mutter der Familie lag während der Auseinandersetzung am Boden und erlitt einen Nasenbruch.

Nach Ansicht der betroffenen Familie haben die Polizeibeamten ungerechtfertigte Gewalt angewendet. Der Vater, die Mutter und ihre Tochter werden dennoch vor das Strafgericht geladen, um sich wegen bandenmäßiger Rebellion, Schlägen auf Polizisten und Verstößen gegen die Ausgangssperre zu verantworten.

Ein Video, das sich auf diesen Eingriff bezieht, kursiert in den sozialen Netzwerken. (belga/mv)

Kommentare

  • Kann nicht verstehen das die Redaktion solch ein Video veröffentlicht, ein Video das zusammengeschnitten wurde, man sieht nicht ein Szene wo eine Polizistin oder Polizist zuschlägt. Vielen Dank im Namen aller Polzisten die es schwer genug haben in dieser Zeit. Das ist natürlich ein Video das von unserem Freund (Den verhinderten Porschemithaber) voll ausgenutzt werden wird.

  • Im März waren es die Bilder aus Bergamo, die sich in Gedächtnis brannten. Heute sind es die Bilder aus Waterloo, die sich ins Gedächtnis brennen werden. Wenn die Verzweifelung die Mitte der Gesellschaft erreicht, besteht die Gefahr, einer nachhaltigen Polarisierung der Gesellschaft, mit der eine tiefgreifende Entsolidarisierung einhergehen wird.

    Auf der einen Seite stehen diejenigen, die sich auch den absurdesten Regeln bereitwillig unterwerfen bis hin zur Denunziation von "Regelbrechern", um ihrer festgelegten Positionierung („Leben retten um JEDEN Preis“) gerecht zu werden.

    Auf der anderen Seiten stehen diejenigen, welche dem Staat auf Augenhöhe begegnen möchten und erwarten, dass dieser sich dem grundlegenden Vertrag zwischen Staat und Bürger, der Verfassung, verpflichtet fühlt, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der einzelne Staatsvertreter seinen Eid auf genau diesen Vertrag geleistet hat. Sie empfinden es mehr und mehr als Demütigung, sich an Regeln halten zu müssen, die von Politikern aufgestellt werden, die sich selber nicht an die sie verpflichtenden Regeln halten.

    Die Politik ist gut beraten, sich wieder an ihren Eid zu erinnern, und das Volk endlich wieder als "Vertragspartner" statt als unmündige Untertanen zu betrachten.

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