Sehr geehrter Herr Hezel!

Sie müssen ja geniales Wissen haben, um sicher zu sein, dass es keinen Gott gibt. Da haben Sie recht, aber eben nur zu 50 Prozent. Denn ich sage, es gibt Gott, und ich habe auch recht zu 50 Prozent. Da ich ein kleiner Opportunist bin, sind mir 50 Prozent zu wenig, um zu riskieren, wenn ich dann einmal am Himmelstor ankomme und mir der Petrus sagen würde: „Hauen se ab, für Sie gibt es uns ja gar nicht!“ Spaß beiseite: Ein einigermaßen vernünftiger Mensch müsste sich ja sagen, da muss es etwas geben, denn so viele Zufälle sind ja gar nicht möglich. Ein Atom, ein Elefant, ein Baum, ein Mensch, Sonne, Jahreszeiten usw., da muss ein genialer Schöpfergeist dahinter gestanden haben. Für mich ist es eben Gott.

Wenn dann dieser Gott ein lieber Gott wäre, wie viele Menschen behaupten, würde er dann so was wie Corona zulassen? Wenn wir geboren werden, sind wir unweigerlich zum Tode verurteilt. Spätestens nach maximal 100 bis 120 Jahren müssen wir alle sterben. Für uns Menschen ist der Tod etwas furchtbar Schlimmes. Für Gott nicht. Wer an ihn glaubt und ihm vertraut den nimmt ER in seine Arme und freut sich, dass dieser Mensch nun bei ihm ist. Das Leid auf dieser Welt verschuldet nicht Gott, sondern die Menschen selber. Wer beginnt denn Kriege, tötet Menschen im Straßenverkehr durch Raserei, nimmt Drogen, mordet, vergiftet die Umwelt usw.? Daran ist ja Gott schuld, den es angeblich gar nicht gibt oder was? Mit freundlichen Grüßen

Kommentare

  • Herr Lander, warum so aufgeregt? Falls es einen Gott geben sollte, dann liegt die Beweislast bei ihnen. In über 2000 Jahren, in denen ihre Sekte (und alle anderen Religionen) bereits ihr Unwesen treibt/treiben, hat nicht ein Einziger jemals auch nur plausibel erklâren, geschweige denn beweisen können, dass es ihre Phantasiewesen tatsächlich gibt.
    Sie betreiben genau das gleiche Rosinenpicken, wie die anderen ihres Vereins, die behaupten, dass der "liebe" Gott unsere Geschicke leitet - aber seltsamerweise immer nur diejenigen, die zu unserem Vorteil sind, und alles Leid und alle Misere dieser Welt sind dann zufällig nicht in ihres allmächtigen (oder doch nicht?) Gottes Zuständigkeitsbereich, sondern "menschenverschuldet", was für ein praktischer Zufall... Das soll Argumentation sein?

  • Ganz einfach, Herr Hezel: Weil Sie hier jeden "aufgeregt" anfahren, der nicht die eine Meinung - das Wort Gottes nach Alexander H. - vertritt.
    Sie wettern gegen die Religionen, heißen aber den Import von Millionen Moslems und Schariah-treue in nicht-muslimische Gebiete (schonmal etwas von "dar al islam" und "dar al harb" gehört? Ich fürchte ja, aber sie blenden das wohl aus) gut. Wie können Sie derart heucheln? Ersparen Sie mir jetzt bitte Ihre Aufgeregtheit.

  • Warum jetzt auch so aufgeregt, Herr François? Dass ich gegen alle Religionen bin, beinhaltet selbstverständlich auch den Islam, das scheint mir einleuchtend, oder nicht? Daran ist auch nicht im Geringsten etwas Verwerfliches. Ich verbitte mir jedoch nachdrücklich ihre ziemlich flache Unterstellung, ich würde irgend etwas gutheißen, was Sie sich aus der Nase gezogen haben. Sehen Sie doch einfach davon ab, persönliche Fehden anzetteln zu wollen und argumentieren Sie sachlich, wie es sich für eine Person ihres akademischen Grades eigentlich gehört.

  • Bezeichnend für die Geisteshaltung des Herrn Dr. Francois ist seine Wortwahl: "Import von Millionen Moslems und Schariah-treue [sic]".

    Das Wort "Import" taucht meistens im Wirtschaftsteil der Zeitungen auf, wenn es etwa um die Einfuhr von soundsoviel Tonnen Rindfleisch aus Argentinien geht.

    Zum Glück haben wir solche Leute wie Dr. Francois, die beherzt unsere christlich-abendländischen Werte gegen solchen "Import" verteidigen, nicht wahr?

  • Sehr geehrter Herr Lander,

    Ihr eingangs umschriebener Spaß ist m.E. eine ziemlich opportunistische Sichtweise, die in der „Pascalschen Wette“ ihren Ursprung hat.
    Der französische Mathematiker und Philosoph Blaise Pascal argumentierte, dass es besser sei, an Gott zu glauben, um auf der sicheren Seite zu sein, wenn es ihn gibt. Wenn es ihn doch nicht gibt, habe man schließlich nichts verloren.

    Nun ja, dagegen argumentieren könnte man, das es zwar kein Verlust, aber doch eine ziemliche Enttäuschung wäre, ein Leben lang an etwas zu glauben, das sich in Luft auflöst, wenn unsere Gehirnströme versiegen oder weniger schmerzhaft, wenn wir aufhören daran zu glauben.

    Sartre hatte wohl recht: „Auch Götter sterben, wenn niemand mehr an sie glaubt“.
    Der weitläufige Friedhof der Götter ist prall gefüllt, aber es ist noch Platz für den einen oder anderen.

    Atom, Elefant, Baum, Mensch, Sonne...als Gottesbeweis? Hm... da weht aber zumindest ein Hauch von Kreationismus und Zeugen Jehovas, oder?

    „Aber genügt es nicht, zu sehen dass ein Garten schön ist, ohne daran zu glauben, dass Feen darin wohnen?“ (D.Adams)

    Und was ist mit Darwin, Einstein oder Hawking? Es bedarf keines Hinweises auf einen Schöpfergott mehr, um die Entwicklung des Universums, der Erde und des Lebens auf unseren Planeten zu erklären.

    Ob die Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes mit 50/50 bewertet werden kann, darf angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Entstehung des Universums einerseits und die Entstehung des Glaubens der Gattung „Trockennasenaffen“ an Übernatürliches und Götter, bezweifelt werden.

    Alle von der Antike bis zur Gegenwart angestrengten Versuche, die Existenz von Göttern zu beweisen sind gescheitert.
    Die Wissenschaft hat hingegen alle religiösen Schöpfungsgeschichten nach und nach abgeräumt.

    Da blieb selbst Johannes Paul II nur noch der Aufruf an die Wissenschaft, zumindest den Urknall nicht weiter zu erforschen, da dieser doch der Moment der Schöpfung und damit das Werk Gottes sei“. Hawking hat die Forderung des Papstes „Gott sei Dank“, nicht befolgt.

    An der Frage der Theodizee scheiden sich auch im Corona-Jahr die Geister.

    „Entweder will Gott das Übel beseitigen und kann es nicht, oder er kann es und will es nicht, oder er kann es nicht und will es nicht, oder er kann es und will es. Wenn er nun will und nicht kann, ist er schwach, was auf Gott nicht zutrifft. Wenn er kann und nicht will, ist er missgünstig, was ebenfalls Gott fremd ist. Wenn er nicht will und nicht kann, dann ist er sowohl missgünstig wie schwach und dann auch nicht Gott. Wenn er aber will und kann, was allein sich für Gott ziemt, woher kommen dann die Übel, und warum nimmt er sie nicht weg?“ (Epikur)

    Sie haben Recht, Herr Lander, es ist der Mensch, der für das Übel in dieser Welt verantwortlich ist. Denn gäbe es einen allmächtigen, gütigen und allwissenden Gott müsste die Frage erlaubt sein:

    „Wann bist du eigentlich lieb, lieber Gott?“ (W. Borchert)

    (PS. Ein Atheist würde niemals auf den Gedanken kommen, Corona oder welches Leid auch immer, als Strafe Gottes anzusehen. Das schaffen nur Gläubige, welcher Konfession auch immer.)

    Freundliche Grüße

  • Ja, ja. Herr Dr. h.c. (Universität Absurdistan) Schleck, da sind Sie wieder um die Welt auf das Rechte aufmerksam zu machen. Wird es für Sie nicht allmählich langweilig hier immer wieder als Heilige Inquisition aufzutreten? Ich kann ja keinen einzigen Kommentar posten, egal worum es geht, ohne, daß Sie sich aufregen. Haben Sie vielleicht dabei das Gefühl, die Welt immer wieder zu retten, indem Sie auf Rechtschreibe-, Tipp- oder Grammatikfehler verweisen? Ein Tipp: Promovieren Sie endlich regulär, dann wird Ihr Komplex vielleicht auch verschwinden und Sie werden ein glücklicheres Leben führen, Sie Held!
    Und natürlich mußte das Dritte Mitglied der permanenten G-E Inquisition sich auch zu Wort melden… Wenigstens sind diese drei Helden immer sofort an Ort und Stelle wenn es darum geht, die Welt politisch korrekt hier zu retten. Ihr seid Helden!

  • Hallo Damien!
    Danke für deinen konstruktiven und sachlichen Beitrag zur Diskussion!
    Es ist wie immer erbaulich, mit einem derart klugen Geist Meinungen und Argumente auszutauschen.
    Den Heldenstatus muss ich jedoch entschieden zurückweisen, denn wem anders, als dem ersten und einzigen ostbelgischen Bezwinger des Qomolangma kann diese Ehre zuteil werden?
    Beste Grüße!

  • Damit dürften alle Argumente ausgetauscht worden sein. Wir schließen deshalb die Kommentarfunktion für diesen Beitrag.

    Freundlichen Gruß

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