Fusion der Kliniken in der DG

Die anvisierte Fusion der Kliniken St.Vith und Eupen wirft eine Reihe von Fragen auf: Das KH Eupen schreibt seit Jahren rote Zahlen, die St.Vither Klinik bis Corona schwarze. Beide Kliniken leiden unter akutem Personalmangel. Und beide haben Existenzängste angesichts der zunehmenden Profitorientierung und Kommerzialisierung der Gesundheit. Welches der akuten Probleme soll durch eine Fusion gelöst werden? Welches ist das langfristige Ziel dieser Fusion? Welche Dienste sollen in Zukunft wo angeboten werden? Welche nur an einem der beiden Standorte? Welche Kriterien werden angewendet? Wie sieht es mit den geografischen Gegebenheiten z. B. für die Entbindungsstationen aus? Gilt hier, dass jede Frau mit dem Auto innerhalb einer halben Stunde die Station erreichen kann? Was für eine Notwendigkeit der St.Vither Klinik spräche, nicht aber für die in Eupen (Studie des KCE-Kenniscentrum). Wieso strebt man diese Fusion der beiden KH an, anstatt über vertiefte Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks CHC zu reden?

Die bisherigen Direktoren arbeiteten mehr als 40 Stunden /Woche und in Zukunft soll dieselbe Arbeit in einer komplexeren Struktur von einer Person geschafft werden? Wer ist „DG-Kliniken“ und wie weit fortgeschritten ist die Umsetzung einer Fusion schon, wenn man sich direkt dort bewerben muss? Wir möchten nicht, dass eine der beiden Kliniken geschlossen wird (auch nicht z. B. deren Entbindungsstationen). Aber ist es nicht so, dass die St.Vither Klinik einem größeren Bedarf an gesundheitlicher Versorgung (nicht nur in der Eifel sondern seit langem auch den wallonischen Randgemeinden) in einem angemessenen Radius entspricht, als die Eupener (Verviers, Aachen und Lüttich)? Und dass entsprechend der Eifeler Standort gestärkt aus diesen Bemühungen hervorgehen muss?

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