Zur Coronakrise

Seit Monaten kämpfen wir gemeinsam gegen die Pandemie. Viele Leute tragen eine Maske und halten Hygiene- und Abstandsregeln ein. Einige wenige boykottieren die Maßnahmen, leugnen die Gefahr und schüren Hass und Hetze. Bei allem Verständnis für unterschiedliche Standpunkte und den konstruktiven Austausch von Argumenten: Dieses unsolidarische Fehlverhalten führt dazu, dass unser System kollabiert.

Die alarmierenden Entwicklungen nach den Kirmesfeiern in der Eifel hätten uns eine Lehre sein sollen. Nachdem einzelne Bürgermeister leichtsinnig Veranstaltungen genehmigt haben, die zweifellos zur Explosion der Corona-Fälle in Ostbelgien beigetragen haben dürfen, gab die Raerener Sozialschöffin sogar neues Wasser auf die Mühlen der Corona-Leugner: Was dort geschehen ist, ist skandalös und absolut inakzeptabel! Eine Schöffin, die ihr Abstimmverhalten damit begründet, dass das Virus längst nicht so gefährlich sei wie befürchtet, hat den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt.

Solche Statements führen zu einer gefährlichen Desinformation und ermutigen all diejenigen, die sämtliche Maßnahmen wissentlich ignorieren. Umso mehr schockiert es mich, dass eine kommunale Verantwortungsträgerin einer demokratischen Partei in die gleiche Kerbe schlägt. Jeder muss für seine Äußerungen und für sein Verhalten Verantwortung übernehmen! Ich begrüße, dass sich das Raerener Gemeindekollegium und Ecolo vehement von den gemachten Aussagen distanziert und Konsequenzen ankündigen haben. In meinen Augen sind sämtliche politische Verantwortliche auf allen Ebenen in der Pflicht, an einem Strang zu ziehen, um diese Pandemie zu bewältigen. Die meisten von uns verhalten sich vorbildlich! Den anderen möchte ich sagen: haltet die Abstandsregeln ein, tragt eine Maske und bringt eure Mitmenschen nicht in Gefahr!

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