Vorschlag zu „Schwimmen“ in der Psychiatrie: Sucht- und andere Probleme mit den tools des Verbitterungstraumas behandeln?
Wunderbar, dass sich in Zeiten der Virenfocusierung noch an die Psyche erinnert wird!
Auch der zweite Lockdown richtet sich gegen typische Werte und Grundannahmen, die den Menschen ausmachen: Familie, Kontakte, Sozialverhalten, Freiheit, Offenheit, Eigenständigkeit, Verbundenheit usw.
Nun hat die WHO zeitnah zu ihrer Änderung der Pandemiedefinition in ihrer unergründlichen Weisheit bereits im Sommer 2019 das „Verbitterungstrauma“ in den ICD-10 Katalog aufgenommen.
Wer unter den aktuellen Umständen persönlich oder als Teil der Gesellschaft nachweislich leidet, darf sich an den Therapieempfehlungen der WHO orientieren.
Gesellschaftliche oder persönliche Verbitterung soll mit der sogenannten „Weisheitskompetenz“ therapierbar sein.
„Anspruchsorientierung“ und „Dekonditionierung“ gehören zu den offiziellen Behandlungstools des neuen Verbitterungstraumas.
Wenn der Psychiatrie die klinischen Handlungsspielräume bzw. das entsprechend ausgebildete Personal für diese Art der Psychoedukation fehlen, schlägt vielleicht wieder die Stunde der Selbsthilfegruppen.
Möglicherweise ist es (bald) an der Zeit, über die „Einhaltung von Regeln“ hinaus zu denken und zu handeln?
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