Alarm

Der letzte deutschsprachige Priester wurde 2001 geweiht. Unnötig, rechnerisch zu belegen, wann der letzte weiße Pfarrer „eingeäschert“ wird. Die Rettung liegt, so scheint man zu denken, im „Import“ schwarzer Priester. Ich betone, dass ich der einzige deutschsprachige Priester bin, der 30 Jahre Afrikaerfahrung hat.

Meine Meinung, auch bei der Bistumsleitung bekannt, lautet: Achtung: Afrikaner denken und handeln anders, als ein Unterstädter aus Eupen, oder ein Landwirt aus Oudler. Dies ist kein Rassismus, sondern Lebenserfahrung, die viele meiner afrikanischen Freunde teilen. Ein Ostfriese wird nie ein Bayer sein, und ein „Liégois“ nie „een vlaaming“. Das vorgebrachte Argument: „Messe ist Messe und egal die Hautfarbe des Zelebrierenden“ kontere ich so: Ein Hausarzt (wie Dr. Baltus damals) ist nicht gleichzusetzen mit dem diensthabenden Arzt im Eupener Krankenhaus. Es ist notwendig, das traditionelle Bild des Pastors theologisch zu revidieren. Dies ist die begründete Meinung eines seit 30 Jahren Wahl-Afrikaners mit einer Kompetenz, die meine Gegner nicht haben können.

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