Zu den drei Meilensteinen des Herrn Servaty (siehe GrenzEcho vom 17. Oktober) sehe ich vor allem in seinem Wirken der vergangenen 20 Jahre mehrere Stolpersteine für die Gemeinde Bütgenbach.
Ein Trinkwasserkonzept zur Sicherung der Wasserversorgung für etwa 5 Millionen Euro sollte es werden. Ohne gesicherte Erkenntnisse, wo denn das viele Wasser herkommen sollte, wurde eine Aufbereitungsanlage auf der grünen Wiese gebaut. Noch intakte Brunnen wurden einfach abgestellt. Als man dann merkte, dass die Opposition doch recht hatte, und Wasser fehlte, wurde krampfhaft nach Wasser gebohrt, auch wenn es mal ± 25 m ans Ziel vorbeiging. Dann wurden kilometerlange Doppelleitungen verlegt. Der Kostenstand im Jahre 2017 betrug 6,6 Millionen Euro.
Im November 2018 dazu eine Stellungnahme der Gemeindeverantwortlichen: „Und in Sachen Arbeiten dürfte die Gemeinde wohl für die nächsten 50 Jahre Ruhe haben.“ Da aber viel zu spät mit der Suche nach neuen Wasserreserven angefangen wurde, mussten am Wahlsonntag, dem 14. Oktober 2018, die ersten Tankwagen aus Kalterherberg mit Wasser anrollen. Auch das hat wieder einiges an Zusatzkosten gebracht. In diesem Frühjahr stellte sich dann eine größere Fehlplanung heraus, nämlich, dass zu kleine Rohre verlegt wurden, wiederum Zusatzkosten in Höhe von ± 250.000 Euro. Nach dem letzten Gemeinderat sollen nun nochmals über 2 Millionen Euro in eine 8 Kilometer lange Leitung investiert werden, obwohl die beiden kleineren Ortschaften Küchelscheid und Leykaul nur 50 Meter vom deutschen Leitungsnetz entfernt sind und auch jetzt schon mit täglich knapp über 20 m³ Trinkwasser bestens versorgt werden. Beim Addieren der Zahlen ergibt sich eine Summe von über 9 Millionen Euro (360 Millionen Franken). Da kann es vielen Bürgern schwindelig werden. Das sind keine Meilensteine, wohl aber riesige Stolpersteine.
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