Europäische Schande!

Ungezählte Male ist vor einer Katastrophe gewarnt worden! Nun weht schwarzer, ätzender Rauch über die Ägäis, und die griechische Seele trägt Narben davon… Vor allem aber hat die EU als „Gemeinschaft“ versagt (was im Grunde nicht neu ist). Denn das Flüchtlingslager Moria gilt seit Jahren als Synonym für einen von Euro-Technokraten herbeigeführten, geduldeten und schändlichen Umgang mit Kriegsflüchtlingen.

Eine „Gemeinschaft“, die sich die Europäische Menschenrechtskonvention auf ihre Fahne geschrieben hat und zudem den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ins Leben rief, legt selbst ein klägliches Versagen an den Tag – und dies hinsichtlich einer im internationalen Vergleich kleinen Aufgabe!

Dreizehntausend Menschen auf jene Städte in Europa zu verteilen, die sich freiwillig für eine Aufnahme (von mehreren Kindern oder Jugendlichen, einer oder zwei Familien…) entschieden haben, entspräche - angesichts der Tatsache von 450 Millionen EU-Bürger*innen - einer homöopathischen Dosis! Doch Egoismen stehen vielen Politikern im Wege und mit pubertärem Blick schauen sie auf ihre EU-Nachbarn und fragen: „Ja, nehmen die denn auch so viele auf wie wir?“ Von 705 EU-Abgeordneten, von denen jede/r monatlich etwa 7.000 Euro (netto, aber ohne Anwesenheitsgelder und andere Zuschüsse…) „verdient“, darf mehr Einsatz und Mut verlangt werden, damit Szenarien wie auf Lesbos der Vergangenheit angehören! Die Menschenrechtsverletzungen müssen beendet werden; nicht morgen - sofort!

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