„Fernsehsessel-Helden!?“

Yanick Schumacher wirft den ostbelgischen Teilnehmern an der Berlin-Demo vor, sich über Wahrheitsverdrehung zu beklagen, und verdreht selber bereits im gleichen Atemzug die Wahrheit mehrere Male. Hier mein persönlicher Faktencheck: a) Ich war nicht Teil einer Delegation von Michael Balter, b) ich war nicht nur in Berlin, sondern auch in Brüssel auf der Demo gegen unverhältnismäßige Corona-Maßnahmen, c) die Klage bestand nicht darin, dass „eine kleine belgische Delegation medial nicht auffällt“, sondern dass die Medien den etwa 400 „Reichstagsstürmern“ deutlich mehr Aufmerksamkeit schenkten, als den mindestens (!) 38.000 „Anderen“.

Sehr geehrter Herr Schumacher, was genau schlagen Sie den Bürgern vor, die ihre Ablehnung gegen die übertriebenen Corona-Maßnahmen öffentlich bekunden wollen? Sollen Sie im Fernsehsessel sitzend ihre Transparente hochhalten und den „Möchtegern-Reichstagsstürmern“ sowohl die Straße als auch das Thema überlassen? Letztere sind, bei Lichte betrachtet, die effektivsten Verbündeten der Corona-Gläubigen. 400 Mann schaffen es, dass sich die Corona-Gläubigen nicht mehr mit der Kritik der 38.000 befassen müssen, sondern sich in Ermangelung von Argumenten mit Empörung begnügen können.

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