Unfallfahrer drohen zwei Jahre Haft nach Vorfall in Houffalize

Der folgenschwere Unfall ereignete sich in der Nacht vom 29. auf den 20. September 2016 in der kleinen Ortschaft Buret unweit der Grenze zum Großherzogtum Luxemburg. Am Steuer des Pkw saß der Exfreund des Opfers. Der Angeklagte war mitten in der Nacht in die Wohnung der jungen Frau eingebrochen, um sie mit dem Auto abzuholen. Der Unfall ereignete sich auf gerade Strecke, das Auto hatte keine technischen Probleme, der Fahrer stand nicht unter Alkoholeinfluss. Das Auto stieß auf den einzigen Baum an der Straße. Die Familie des Opfers bittet um eine Neubewertung des Vorfalls als Mord. „Wir vermuten, dass der Angeklagte die Tochter unserer Mandanten umbringen wollte“, so ein Anwältin der Zivilparteien. Der Angeklagte sei in der Beziehung wiederholt gewalttätig geworden und hab es wohl nicht verwunden, dass die 17-Jährige die Beziehung kurz zuvor beendet hatte. „Wir gehen davon aus, dass er Selbstmord begehen und das Opfer mit in den Tod reißen wollte.“

Familie des Opfers wollte Neubewertung als Mord

Der Prozess war im vergangenen Februar ausgesetzt worden, weil in der Zwischenzeit neue Vorwürfe (Belästigung und Diebstahl) gegen den Angeklagten in einer späteren Beziehung bekannt geworden waren. Das Gericht forderte daraufhin ein psychiatrisches Gutachten an.

Die Staatsanwaltschaft beantragte zwei Jahre Gefängnis wegen Totschlags. Das Urteil wird am 29. September gesprochen. (red)

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