Targnion

Die Tage von Frau Targnion als Bürgermeisterin von Verviers sind also gezählt. Der Publifin Skandal über gut dotierte Mandate ohne echte Tätigkeiten war noch nicht vergessen, da bekam sie einen gut honorierten Beratervertrag von Luminus, des Stromproduzenten, bei dem Enodia-Publifin der belgische Referenzaktionär ist und sie den Aufsichtsrat vorsaß. Diese Dame stand in der Nähe von Patrick Moreau, der zentralen Figur im Nethys Skandal und hat ihn noch verteidigt als nichts mehr zu verteidigen war. Aber sie wusste schon warum. Galt Moreau doch irgendwie als „Pate“ in der Lütticher Schmierepolitik.

Schon Anfang 2017 beim Publifin-Skandal nannte der Lütticher Politologe François Gemenne Publifin ein „von Natur mafiöses System“, das selbst die Regeln festlegt, an jeden Geld austeilt und von niemanden hinterfragt wird. Moreau könne schalten und walten wie es ihm beliebt und in Lüttich werde nur wenig beschlossen, ohne dass Moreau seine Zustimmung gebe.

Die PS wollte Moreau dann weg haben, aber schließlich konnte er sich noch über zwei Jahre halten und enorme Summen einstreichen, bis der Nethys Skandal platzte.

Nach den Affären von Charleroi und dem Wutausbruch von Di Rupo in 2005 (ich habe die Nase voll), kamen in Brüssel der PS-Skandal vom Samu Social und in Lüttich die Publifin und Nethys Skandale.

Wenn man auf Wikipedia nach politischen Finanzskandalen in Belgien sucht, dann werden neben Publifin noch 11 größere Skandale genannt, wovon 9 der PS angekreidet werden.

Hoffentlich gelingt es Magnette endlich, bei der PS aufzuräumen.

Kommentare

  • Die "Sache" mit Frau Targnion zeigt MAL WIEDER das die PS da weiter macht wo irgendwann(nicht) aufgehört wurde...
    ...Und derjenige der denkt den Magnette wird den "Haufen aufräumen können" wird noch staunen was noch alles möglich sein kann in der (Belgische)PS/Politik...
    ...Irgendwann wird auch der "an der Seite geschoben"...

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