„die engel von brüssel“: Freddy Derwahl legt dritten Gedichtband vor

<p>Bei Autor Freddy Derwahl taucht Dali auf, der große Brel, Baelen und Brüssel, Heinrich Heine, aktuell auch Corona und zeitlos sein geliebtes Kloster Val Dieu, wo er fast täglich hinfährt auf der Suche nach geistiger Kraft.</p>
Bei Autor Freddy Derwahl taucht Dali auf, der große Brel, Baelen und Brüssel, Heinrich Heine, aktuell auch Corona und zeitlos sein geliebtes Kloster Val Dieu, wo er fast täglich hinfährt auf der Suche nach geistiger Kraft. | Foto: Tina Derwahl

Kann also jemand als Rezensent falscher sein? Nein, Neugier bleibt. Und: Ich schätze Freddy Derwahls Romane sehr, wie mag das mit seiner Lyrik sein? Vor einigen Jahren hatte ich, ohne ihn bis dahin zu kennen, „Bosch in Belgien“ zufällig entdeckt und mit Wonne gelesen. Darüber schrieb ich einen kleinen Text in der Hamburger „Zeit“. Er endete mit: „Derwahl schreibt gern sperrig und düster, von der mühsamen Suche nach Erfüllung, dem Abenteuer Einsamkeit, von Lebensgier und der Last der Lüste.“ Später sagte er mir sinngemäß: Wow, das trifft´s haargenau (so, und das war jetzt ein Reim). Finden sich in seinen Reimzeilen auch versteckte Lebensgierlust, Erfüllungseinsamkeit und Lüstelast? Durchaus: Manches kann man erahnen und entdecken, etwa in Derwahls spirituellen Nachdenklichkeiten oder im schönem Nachruf auf seinen Retsina-Freund Dimitri, den Wirt vom Eupener Marktplatz.

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