Die Fakten

Fakt eins: Das Virus Covid-19 verbreitet sich in der Bevölkerung, wie fast alle bekannten Viren, durch Übertragung von Mensch zu Mensch. Um eine Verbreitung des Virus zu verhindern, oder zumindest zu verkleinern, gibt es nur die Erweiterung des Abstandes unter den Menschen oder das Tragen einer Schutzmaske für alle. Es ist daher richtig, wenn die Regierungen das verlangen. Das sagt uns die Wissenschaft und die Vernunft. Jede Missachtung oder Polemisierung dagegen ist kontraproduktiv. Auch zu behaupten, irgendwelche Tees, Globuli, Prozessionen oder andere esoterische Zeremonien würden helfen, die durch den Virus Erkrankten zu helfen, sind unsinnig, da durch keine Wissenschaft verbürgt. Nur ein wissenschaftlich erarbeitetes und geprüftes Medikament kann das (hoffentlich bald).

Fakt zwei: Wir in Europa haben über 500 Jahre gebraucht, um den Menschen auch praktisch aus der „selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien“ (Kant). Es gibt aber weiterhin Kreise, kirchliche und rechtsextreme, die das Rad der Geschichte wieder zurückdrehen wollen. Zum Beispiel bei der Frage der Abtreibung. Ich bin kein Freund der Abtreibung. Das sei gesagt. Aber ich bin ein Anhänger der individuellen Freiheit. Natürlich im Rahmen der Gesetze, die von den frei gewählten Vertretern der Gesellschaft (Parlament) erlassen wurden oder werden. Es ist also allein die Entscheidung der Frau, ob sie eine Kind bekommen will, oder nicht. Gegen diese Freiheit zu wettern, besonders mit mittelalterlichen religiösen Argumenten, ist unmoralisch. Eine Frau zu zwingen, abzutreiben, ist genauso verwerflich. Nicht Religion oder Ideologie hat hier irgendwelche Befugnisse, außer für die eigenen Gläubigen.

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Kommentare

  • Sehr geehrter Herr Schmitz

    Wie lange wollen sie noch mit ihren Senf den zu allem hinzufügen die Leute noch lästig fallen, ich fühle mich mittlerweile in meiner persönlichen Freiheit gestört durch ihre blödsinnige Kommentare. (Quelle Buch der heiligen Weisheit Seite 233 Absatz 5)

  • Sehr geehrter Herr Thielen-Krütgen,

    Sie betrachten es also als Fakt, dass "nur ein wissenschaftlich erarbeitetes und geprüftes Medikament helfen kann".

    Frage: Wie kann es sein, dass die Übersterblichkeit in Belgien (und europaweit) seit Anfang Mai bei Null liegt? Ich erinnere an immer noch durchschnittlich 1000 Infektionen zwischen Mitte April und Mitte Mai pro Tag in Belgien. Und diese Infizierten (plus die Dunkelziffer) hätten sich doch in der Übersterblichkeit ab Anfang Mai mit zweiwöchiger Verzögerung niederschlagen müssen, oder? Dieses Paradox brachte denn auch unsere Virologen ins Grübeln, denen dann nichts Besseres einfiel, als einen "Weißen Ritter" aus dem Hut zu zaubern, der auf wundersame Weise das Virus bekämpft hätte.

    Daraus schließe ich, ganz ohne Polemik, dass entweder unser Immunsystem unter- oder die Gefährlichkeit des Virus überschätzt wurde, bzw. wird.

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