Aufgerüttelt durch den verheerenden Mangel an Beatmungsplätzen in vielen Ländern zu Beginn der Corona-Pandemie entwickeln Wissenschaftler der RWTH seit April ein Notfall-Beatmungsgerät.
Der „People’s Ventilator PV1000“ soll in den Situationen, in denen herkömmliche Beatmungsgeräte knapp werden, die Lücke als einfaches und robustes Gerät schließen, das sich dennoch für einen mehrwöchigen Einsatz auf der Intensivstation eignet.
Für den PV1000 wurde nun das vom Lehrstuhl Informatik erarbeitete Bedienkonzept umgesetzt und die Programmierung abgeschlossen. Mit dem Lehrstuhl für Medizintechnik konnte dabei ein weiterer Partner aus der RWTH seine Expertise im Bereich der sicheren und gebrauchstauglichen Entwicklung von Medizinprodukten einbringen. Zur Überprüfung, ob das Ergebnis auch wirklich eine sichere Bedienung auf der Intensivstation ermöglicht, wird die graphische Bedienoberfläche derzeit einem repräsentativen Querschnitt von 18 Beatmungsexperten in ganz Deutschland zum Testen zur Verfügung gestellt, darunter zahlreichen ärztlichen Leitungen von Intensivstationen. Die Rückmeldungen werden zügig in die Software eingearbeitet, damit bald der nächste Schritt – die Integration aller Einzelelemente des PV1000 in einem ersten Prototyp – fertiggestellt werden kann.
(um/red)

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