Prosumertarif

Ich bin absolut gegen die Einführung des Prosumertarifs weil alle PV-Anlagenbesitzer über einen Kamm gezogen werden. Das ist sehr unfair. Ich habe am 20. Februar 2020 in meinem Bericht im GrenzEcho, Seite 7 mit Herrn Vondegracht, verschiedene Beispiele des Nonsens aufgelistet.

Um endlich aus dem Schlamassel herauszugeraten, wäre die Cwape gut beraten, indem sie unterscheiden würde zwischen PV-Anlagenbesitzer mit Unterstützung der Grünen Zertifikate und PV-Anlagenbesitzer ohne.

Zu den PV-Produzenten mit Grünen Zertifikaten möchte ich folgendes sagen: Kaum war das Gesetz 2008 eingeführt,, da ist es schon abgeändert worden. Jeder durfte später eine PV-Anlage bis 10 KW installieren. Es wurde unüberschaubar. Überstrom wurde in Mengen produziert, nicht nur, um etwas für die Umwelt zu tun oder ökologisch zu sein, sondern um in den Genuss der Grünen Zertifikate zu gelangen. Große Mengen öffentlicher Gelder wurden ausgegeben, und keiner wusste, wohin der Überstrom fließt. Vielleicht wurde dieser schon bei der Produktion regelrecht verpufft. Nach zehn Jahren stellt man jetzt fest, dass finanzielle Löcher entstanden sind. Ich sehe nicht ein, dass derjenige, der nur seinen eigenen Strom produziert hat, mit für die entstandenen Unkosten aufkommt. Beim aktuellen Prosumertarif gibt man den Überproduzenten nochmals ein gemäßigten Tarif der jährlichen Gebühr hinzu, wenn sie diesen schon überdotierten Strom einspeisen. Also profitieren die Überproduzenten zweimal von dem Strom, den sie gar nicht brauchten. Das ist unverschämt. Der bisher umsonst zur Verfügung gestellte Strom (Überstrom) sollte allen Verbrauchern bezahlt werden. Zu viele Vergleiche mit Deutschland sollte man nicht anstellen. Dort sind die Anlagen anders angeschlossen.

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