Das erste „CO2-neutrale“ Feriendorf Belgiens wird in Spa errichtet

<p>So soll ein Teil des Feriendorfes in Spa später aussehen.</p>
So soll ein Teil des Feriendorfes in Spa später aussehen. | Skizze: A2M Architekturbüro

Die Pläne klingen vielversprechend. Konkret soll das Feriendorf aus 150 kleinen Passivhäusern mit einer Kapazität von vier bis zwölf Personen bestehen und sich in die grüne Landschaft des Mambaye-Areals mit Blick auf zwei Schlösser einfügen. Die Infrastruktur soll ferner die Urlauber dazu ermutigen, sich innerhalb des Feriendorfes zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem Elektrofahrzeug fortzubewegen. Es werden auch Überlegungen angestellt, wie die Menschen umweltverträglich ins historische Zentrum von Spa gelangen, das weniger als 15 Gehminuten entfernt ist.

Touristische Aktivitäten werden den Feriendorf-Besuchern in Zusammenarbeit mit lokalen Dienstleistern angeboten. Das Projekt, das sich an eine belgische, niederländische, deutsche und französische Kundschaft richtet, wird laut der von den Investoren versendeten Pressemitteilung 50 Arbeitsplätze schaffen. Jährlich sollen der Stadt Spa und der Region direkte und indirekte finanzielle Einnahmen von rund 2 Millionen Euro winken. Hinter IDM, wie sich die Investorengruppe nennt, stecken die Brüder Philippe und Xavier Meauxsoone aus Spa, deren Anwesen in Mambaye sich im Besitz der Familie befindet, sowie Alexandre Dallemagne.

Die von den Anwohnern während der öffentlichen Untersuchung vorgebrachten Anmerkungen wurden berücksichtigt, erklärten die Investoren. Während das eigentliche Projekt einen Hotelbetrieb mit 80 Zimmern vorsah, hat die IDM-Gruppe diese Komponente zugunsten von kleinen Häusern völlig aufgegeben. Der Zugang zum Feriendorf werde über Wege erfolgen, die die Durchquerung von Spa und Wohngebieten auf ein Minimum reduzieren, heißt es weiter. Außerdem werden die Anwohner in den kommenden Wochen zur Präsentation des Vorprojekts für das Feriendorf eingeladen. (mv/belga)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment