Die Entscheidung, dass Sommeraktivitäten mit und ohne Übernachtung für Jugendliche und Kinder unter Auflagen stattfinden können, hat bei Eltern eine gewisse Erleichterung angesichts dieser Perspektive für den seit Monaten isolierten Nachwuchs hervorgerufen. Auch die Jugendleiter und Initiatoren von Ferienanimationen reagierten durchweg positiv, obwohl die Auflagen an Hygiene und Ablauf streng sind, um den Schutz aller zu gewährleisten, wie es in einer Pressemitteilung von Jugendministerin Isabelle Weykmans (PFF) heißt.
Die für jeden Bereich erarbeiteten Protokolle umfassen Maßnahmen und Richtlinien, die eine Durchführung mit der größtmöglichen Absicherung inklusive Notfallplänen möglich machen. Schließlich steht es aber jeder Einrichtung frei, ob und welche Aktivitäten im Sommer stattfinden werden, auch weil nicht einschätzbar ist, wie Eltern, Kinder und Jugendliche reagieren werden. In diesem Zusammenhang wurde in einem Arbeitstreffen am Mittwoch mit den Jugendorganisationen, den Gemeinden und der Ministerin Isabelle Weykmans festgehalten, dass - nachdem die Entscheidung gefällt wird und die Details bekannt sind - gemeinsam alles Notwendige in die Wege geleitet und gemeinsam vorbereitet wird, damit die Sommeraktivitäten stattfinden können.
„Das Treffen mit den Jugendschöffen und dem RDJ am Mittwoch haben sehr deutlich gemacht, dass alle Akteure und vor allem die Jugendleiter sehr motiviert sind und mit kreativen Ideen und Vorschlägen eine Ferienanimation auch in diesem Sommer möglich machen wollen. Dabei arbeiten wir mit den Organisationen und den Gemeinden Hand in Hand und haben Ihnen unsere vollste Unterstützung zugesichert. Wir alle möchten, dass dieser Sommer ein ganz besonderer Sommer für unsere Kinder wird!“ betont Weykmans, um hinzuzufügen: „Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf mit Gleichaltrigen zusammen zu sein, in der Interaktion mit anderen Kindern sich und ihre Welt zu entdecken und zu definieren. Die Ferienlager haben für uns in Ostbelgien eine lange Tradition und soziale, gesellschaftliche und identitätsstiftende Tragweite. Auch in diesem Jahr werden wir also in angepasster Form aber mit der gleichen Leidenschaft und den gleichen Anspruch Ferienanimationen ermöglichen!“
Um das sicherzustellen, soll das Konzept der „Social-Bubbles“, der Kontaktblasen, als Basis einer Planung für modifizierte Ferienanimationen dienen. Die Leitlinien einer Durchführung von Ferienlagern und -animationen beinhalten außer dieser sogenannten Kontaktblasen, die aus bis zu 50 Personen bestehen, ausschließlich miteinander interagieren und keinen Kontakt zu Außenstehenden haben, auch strenge Hygieneregeln. Hier gilt es auch festzuhalten, dass die Hygienemaßnahmen für unter und über Zwölfjährige unterschieden werden. Außenaktivitäten sollten bevorzugt stattfinden und eine maximale Nutzung von Gebäuden, Einrichtungen und Außenanlagen gewährleistet werden.
Auch Jugendheime, Begegnungszentren und Jugendzentren können ihre Aktivitäten für Kontaktblasen mit maximal 50 Jugendlichen wieder aufnehmen. (red)

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