Arbeitgeberverbände aktivieren ihr gemeinsames Netzwerk

<p>Volker Klinges</p>
Volker Klinges | Foto: David Hagemann

Die Arbeitgeberverbände sind der ostbelgische Arbeitgeberverband in der DG (AVED), die Limburgse Werkgevers Vereniging in Roermond, der VKW Limburg in Hasselt, die Union Wallonne des Entreprises in Wavre und die Vereinigten Unternehmerverbände in Aachen. Gemeinsam vertreten sie mehr als 2.600 Unternehmen.

Das Angebot schlüsselt sich wie folgt auf: Auf der Online-Plattform www.euregiolocator.eu sind die Mitgliedsunternehmen der Arbeitgeberverbände nach ihrer geografischen Lage dargestellt. Betriebe können schon mit diesen wenigen Informationen potenzielle Geschäftspartner finden. Der Kontakt mit Firmen kann unmittelbar oder auch mit Unterstützung der Arbeitgeberverbände hergestellt werden. Auch für Firmen, die nicht oder noch nicht Mitglied in einem Arbeitgeberverband sind, ermöglicht der Euregiolocator die Suche. Wird die suchende Firma fündig, so könne sie ihre Anfrage an den Arbeitgeberverband des Landes, in dem sie selbst ansässig ist, richten, hieß es. Dieser gibt die Anfrage dann anonymisiert an sein Mitgliedsunternehmen weiter oder an den Verband, in dessen Region das potenzielle Kooperationsunternehmen ansässig ist.

Bei gegenseitigem Interesse könne zudem durch den Arbeitgeberverband der Erstkontakt hergestellt werden. Wird bei der Onlinesuche auf der Website kein geeignetes Partnerunternehmen gefunden, kann der regionale Arbeitgeberverband direkt angesprochen werden. Dieser leitet die Anfrage dann an seine Mitglieder und die anderen Partnerverbände weiter. Auch hier kann bei gegenseitigem Interesse zudem durch den Arbeitgeberverband der Erstkontakt hergestellt werden. „Aktuelle Umfragen verdeutlichen, dass in gewissen Sektoren schon heute die bisherigen Lieferketten teilweise bis zu 30 Prozent abgerissen sind. Diese Firmen können daher nicht produzieren, obwohl sie Aufträge haben“, erläutert AVED-Geschäftsführer Volker Klinges. „Wir müssen Europas Potenzial gerade jetzt nutzen. Die Antwort können neue, auch grenzüberschreitende Kooperationen und Liefer- sowie Wertschöpfungsketten in der Euregio Maas-Rhein sein.“

Man öffne sozusagen virtuell die Grenzen nach Deutschland und in die Niederlande. Der AVED könne sich durchaus vorstellen, dass auch ostbelgische Firmen verstärkt die Plattform und das Netzwerk der Arbeitgeberverbände nutzen, um neue und vor allem zuverlässige Lieferanten in der Euregio zu finden. (red)

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