Das belgische Königspaar hatte sich vor Ort ein Bild der aktuellen Lage gemacht. Die Monarchen haben sich im CHR vor allem Abteilungen angeschaut, die während der Coronakrise bislang kaum öffentliche Beachtung fanden.
Unter anderem wurden König Philippe und Königin Mathilde in einem Gebäude vorstellig, in dem die Angehörigen der Patienten persönliche Gegenstände abgeben können. Die Objekte werden dort nach ihrer Abgabe vom CHR-Personal dekontaminiert und nach 24 Stunden dem jeweiligen Patienten ausgehändigt.
Der ganze Prozess werde von vielen Emotionen begleitet, wie CHR-Sprecher Antoine Gruselin unterstricht. „Sowohl die Menschen, die ein Paket vorbeibringen, als auch die Patienten, die eins erhalten, sind oftmals von Gefühlen überwältigt. Das lässt natürlich auch unser Personal nicht ganz kalt“, so Gruselin.
Innerhalb eines Monats seien rund 600 Pakete übermittelt worden, wie die Mitarbeiter des Lütticher Spitals dem Königspaar erklärten.
Neben der Paketannahmestelle statteten Philippe und Mathilde auf ihrer Stippvisite im CHR auch der Krankenhausküche, der Reinigungskolonne sowie der Verwaltung einen Besuch ab.
Seit dem Ausbruch des Coronavirus musste das Lütticher Krankenhaus 561 Personen, die sich mit dem neuartigen infiziert hatten, aufnehmen. Aktuell werden im CHR 85 Patienten behandel – 21 davon benötigen Intensivpflege.
Nach offiziellen Angaben werden in der Klinik täglich mehr als 1.000 Atemschutzmasken des Modells FFP2 sowie knapp 5.000 OP-Masken verbraucht. Ein Mangel an Schutzmasken werde derzeit nicht befürchtet, da die Lager noch gut gefüllt seien. (belga)


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