Wer die Seuche ausnutzt

Nach dem Gebet und dem Segen Urbi et Orbi des Papstes Franziskus für die an der Corona-Epidemie Erkrankten, Sterbenden, Verstorbenen sowie deren Angehörigen waren eine Million Menschen beeindruckendes Zeichen mitfühlender Solidarität: ein Hilferuf, ein Appell, eine historische Fürbitte. Wenn der Priester K.H. Calles dies zum Anlass nimmt, die Seuche für seine kirchenpolitischen Ansichten zu missbrauchen und das weltweite Bemühen seiner Kollegen um Beistand in der Not, als „Geistergottesdienste“ zu diffamieren, zeugt das von einer niveaulosen Gesinnung, deren berufliche und private Hintergründe niemand interessieren.

Dem Zusammenstehen in dieser furchtbaren Krise, wie es von Politikern aller Parteien, von Experten und Medizinern wiederholt gefordert wird, tritt er mit Füßen. Die Betagten und Kranken, die er verunsichert und verängstigt, verdienen eine andere Seelsorge. Etwa die des 75 Jahre gewordenen Pfarrers François Palm, der treu zu seiner Kirche steht und in dieser Heimsuchung für alle da ist.

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