Was sollen in der Euregio geschlossene Grenzen nützen? Abstandhalten, Hygienemaßnahmen – alles gut, aber wozu Grenzen schließen? Das Virus überträgt sich unabhängig von der Staatsangehörigkeit. Wir sollen doch unnötige Wege vermeiden; warum dann zwingt man Menschen zu Umwegen beim Einkaufen, nur weil zwischen ihnen und ihrem Laden/Supermarkt die belgisch/deutsche oder belgisch/niederländische Grenze liegt?
Können die Grenzgemeinden sich nicht gemeinsam dafür einsetzen, das das Grenzüberschreitungsverbot B/D + B/NL wenigstens für Menschen, die innerhalb von zehn, oder wenigstens fünf km zur Grenze wohnen, nicht gilt? Der jetzige Zustand ist absurd. Leute aus Preuswald dürfen nicht in Kelmis einkaufen, aus Gemmenich nicht in Vaals, aus Lichtenbusch und Roetgen-Petergensfeld nicht auf der anderen Straßenseite. Ich darf von Sief nicht auf der Vennbahn fahren bis Roetgen zum Bioladen und muss - jetzt! - den Bus nehmen.
Wer nach Monschau will, darf nicht zwischen Fringshaus und Konzen die B258 nehmen, weil das Stück belgisch ist. Was macht der Bus Aachen-Monschau, die 66, zwischen Fringshaus und Konzen? Sicherlich finden sich ähnliche Beispiele längs der Grenzen auch weiter von unserem Dreiländereck entfernt.
Ich bitte alle Zuständigen aus den Grenzorten, sich gemeinsam bei der belgischen Regierung zumindest für eine Ausnahmeregelung für direkte Grenzanwohner/innen einzusetzen, da ja das Ganze nicht so schnell vorbei sein wird. Mit Hoffnung auf Vernunft und die Nichtaufgabe des europäischen und euregionalen Gedankens
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