Kollateralschäden

Frankreichs Premier spricht vom „Krieg gegen das Coronavirus“. Die Entschlossenheit der Politik und des Volkes, das Covid-19 mit einer Art flächendeckendem „Bombardement“ zu besiegen, wird spätestens dann infrage gestellt werden müssen, wenn die Kollateralschäden sich nicht mehr auf „Sachschäden“ beschränken. Erst, wenn die Soziologen und Armutsforscher eine auf das „Bombardement“ zurückzuführende steigende Anzahl von Selbstmorden und Opfern häuslicher Gewalt oder von Hungertoten bestätigen, wird die Politik einen Kompromiss finden, und dabei unvermeidbar Corona-Tote gegen „Bombardement“-Tote aufwiegen müssen. Bei dieser sehr schweren Entscheidung sind Empörung, Angst und Hysterie keine hilfreichen Gesellen.

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