Die beiden 32- und 43-Jährigen hatten gestanden, nachts im Rheinland und im Ruhrgebiet reihenweise Handwerkerautos aufgebrochen und das teure Werkzeug gestohlen zu haben. Ihre Schwester wurde wegen Beihilfe zu einer 15-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Allein in der Zeit zwischen Mitte Juni 2019 und ihrer Festnahme knapp einen Monat später erbeuteten die Brüder laut Gericht bei 42 Taten Werkzeug im Wert von 120.000 Euro. Die Beute wurde dann von einem Hehler aus Belgien über Facebook interessierten Käufern angeboten.
„Die Strafen sind gemessen an dem hohen Schaden angebracht“, so der Vorsitzende Richter. Er hielt den Brüdern ihre – wenn auch späten und erst auf Drängen erfolgten – Geständnisse zugute. „Ich befürworte die frühestmögliche Abschiebung der beiden nach Serbien“, fügte er hinzu.
Als Motiv für ihre Raubzüge hatten die Brüder neben Schulden vor allem die schwere Erkrankung ihres Vaters und die anfallenden hohen Behandlungskosten genannt. „Das würden sie doch auch für ihren Vater tun“, sagte einer der Brüder in seinem letzten Wort.
Die 43-jährige Schwester hatte für die Raubzüge Autos und für die Beute Garagen angemietet sowie Unterkünfte besorgt. Das Trio war im Juli 2019 festgenommen worden. (dpa)

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