Ausgerechnet eine der Kräuterexpertinnen aus der Region befindet sich in Quarantäne: Die Gesundheitsministerin könnte sich wertvolle Anregungen von ihr und anderen Kräuterheilkundigen einholen, die über die Empfehlung von gründlichem Händewaschen hinausgehen. Es gibt unzählige Pflanzen, denen nachgesagt wird, dass sie eine antibakterielle und antivirale Wirkung haben. Als Beispiel sei der Zistrosetee genannt. Ob von altgriechischen Hebammen genutzt, auf dem Grabtuch in Turin geparkt oder von der Charité in Berlin eingesetzt: die Zistrose scheint über Jahrhunderte als Alleskönner*in bekannt zu sein.
Es ist begrüßenswert, dass Kräuterhexen und Kräuterexperten heute ohne Gefahr für Leib und Leben Wissen weitergeben dürfen, aber wäre es nicht sinnvoll, eine grundsätzlich andere Haltung zum Menschsein und zur Natur zu lehren und zu verbreiten? Ist die Verbindung mit der Natur tatsächlich nur Privatangelegenheit oder sollte sie wertschätzend auch in medizinische Empfehlungen oder sogar wirtschaftliche Denkweisen einfließen? Danke an alle Kräuterexpertinnen, die altes Wissen über Pflanzenheilkunde bewahren und verbreiten!
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