Sehr geehrter Herr Radermacher,
das Aufgabengebiet des Flussvertrags ist weiter gesteckt als nur Müllentsorgung; ein Flussvertrag trägt wesentlich zur Umsetzung Europäischer Direktiven zur Wasserrahmen- und zur Hochwasserrichtlinie bei. Geschulte Mitarbeiter machen u. a. die Bestandsaufnahme der Problempunkte vor Ort (Müllablagerungen, illegale Einleitungen usw.).
Der Flussvertrag regt Arbeiten zur Entwässerung zahlreicher Viertel an, trifft Maßnahmen zur Bekämpfung wilder Müllablagen und invasiver Pflanzen, veranlasst die Anlegung von Feuchtgebieten, die Erhebung von Fischbeständen, informiert und sensibilisiert die Bevölkerung zur Wasserthematik usw. Unter Information fällt dann auch die von Ihnen monierte Beschilderung der Flussläufe in der Hoffnung, dass man etwas, das man mit Namen kennt, eher respektiert. Infos: www.crvesdre.be
Nichtsdestotrotz, obschon der Flussvertrag kein Müllentsorger ist, organisiert er jedes Jahr in Zusammenarbeit mit der Stadt Eupen einen „Tag der Weserreinigung“, entfernt invasive Pflanzen, bringt „Müllsperren“ zur Bewusstseinsbildung und zur Sichtbarmachung des schwimmenden Mülls an. Man kann einen Flussvertrag nicht stellvertretend verantwortlich machen für rücksichtslose Zeitgenossen, die ihren Müll wild „entsorgen“, also eine Situation, die Sie zu Recht anprangern. Denn dort liegt das Problem, es liegt bei denen, die rücksichtslos ihren Müll in die Natur werfen. Sollten Sie in dieser Hinsicht zur Lösung des Problems eine zündende Idee haben, melden Sie diese doch bitte dem Flussvertrag: coordination@crvesdre.be
Die nächste Weserreinigung findet am 25. April 2020 statt; Treffpunkt Wertstoffhof Unterstadt, Gülcherstraße um 9 Uhr. Hiermit möchte ich Sie dazu sehr herzlich einladen.
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