Wenn ein Bagger anrückt, ist die Botschaft klar: Nun geht’s richtig los. Das ist in diesen Tagen rund ums Neue Kurhaus am Rande des Aachener Stadtgartens zur Monheimsallee nicht anders. Während sich die Schaufel des Baggers auf der Rückseite des langjährigen Spielcasino-Standortes in einen Anbau gräbt, freuen sich die Planer darüber, dass nach vielen Monaten der intensiven Planung und Vorbereitung nun die „Revitalisierung“ mit voller Kraft durchstartet.
„Das Neue Kurhaus ist eine der prominentesten und schönsten Adressen, die wir in Aachen besitzen. Menschen unterschiedlichster Generationen verbinden persönliche Erlebnisse und Geschichten mit diesem Gebäude. Wir sind froh, dass wir mit der Modernisierung des Neuen Kurhauses, mit der neuen künftigen Nutzung auch ein neues Kapitel in der wechselvollen Geschichte des Gebäudes aufschlagen können. Das Neue Kurhaus war zu allen Zeiten immer auch ein beliebter Treffpunkt – für viele Aachenerinnen und Aachener ebenso wie für auswärtige Gäste. Das soll es nach Abschluss der Arbeiten auch wieder werden“, sagte Manfred Sicking, der städtische Beigeordnete für Wirtschaftsförderung, Soziales und Wohnen, im Rahmen eines Pressetermins.
Das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Das offenbart sich vor allem dem Besucher, der in jüngerer Vergangenheit – nach Auszug des Spielcasinos – durch die immer noch repräsentativen Hallen und unzähligen Flure und Räume des neoklassizistischen Baus schreitet. „Wir haben viel vor in den kommenden Monaten und Jahren“, heißt es bei der Stadt. Die Revitalisierung des Neuen Kurhauses soll bis 2023 abgeschlossen sein.
Nachdem die Politik grünes Licht für das städtische Großprojekt gegeben hat, starten die Gebäudemanager nun also gemeinsam mit den beauftragten Planern und Fachfirmen richtig durch. Zuvor liefen bereits notwendige intensive Vorbereitungen. Von Tag zu Tag wächst derzeit der große Bauzaun, der am Ende den ganzen Komplex umschließen soll. Kommende Woche soll der rund 350 Meter lange und 2,50 Meter hohe Zaun komplett aufgebaut sein. Auf ihn werden – voraussichtlich nach Karneval – Banner gespannt, die Passanten vor Ort mit vielen Infos und Geschichten rund um das Neue Kurhaus begrüßen.
Zurück zum Bagger: Der hat am Mittwoch damit begonnen, die Einhausung der Müllcontainer und der Müllpresse an der Rückseite des Neuen Kurhauses abzureißen. Man startet mit Schadstoffsanierung und Entkernung des Gebäudes. Nach einer kurzen Phase, in der einige vorgezogene denkmalpflegerische Sanierungsarbeiten vorgenommen werden, beginnen Anfang 2021 dann die Arbeiten zur Herrichtung des Gebäudes als Kongresszentrum mit Büroräumen und Club. „Die Arbeiten werden nach aktueller Planung 2023 abgeschlossen sein und das Gebäude an seine zukünftigen Nutzer übergeben werden“, erläutern die Projektleiter.
Hauptnutzer des Komplexes wird das benachbarte Eurogress-Zentrum sein, das somit seine Kapazitäten und Möglichkeiten für Kongresse und Veranstaltungen signifikant erweitern kann. Zudem ist auch die Vermietung an externe Gewerbetreibende sowie eine Clubnutzung vorgesehen. (red)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren