Spanien und Kroatien kämpfen um die Handballkrone

<p>Domagoj Duvnjak</p>
Domagoj Duvnjak | Foto: Photo News

Kroatien steht zum dritten Mal nach 2008 und 2010 im Finale der Handball-Europameisterschaft. Angeführt von Domagoj Duvnjak behalten die Kroaten in einem spektakulären Schlagabtausch mit Norwegen erst nach zwei Verlängerungen mit 29:28 die Oberhand. „Das war das schwerste Spiel meines Lebens. Ich habe keine Kraft mehr und bin einfach nur glücklich, heute mit einer Medaille zu schlafen“, sagte Duvnjak. Für die Norweger um den besten Turnierschützen Sander Sagosen platzte dagegen nach jeweils zweiten Plätzen bei der WM 2017 und 2019 der Traum vom ersten Gold. Besonders in der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die künftigen Vereinskollegen Duvnjak und Sagosen die Protagonisten waren. Der norwegische Rückraumspieler war kaum noch zu stoppen. Doch Duvnjak hielt immer wieder dagegen und rettete sein Team mit einem in letzter Sekunde verwandelten Siebenmeter in die zweite Extra-Time, in der Zeljko Musa wenige Sekunden vor Schluss den umjubelten Siegtreffer erzielte. „Das war mein erster Wurf aufs Tor im gesamten Turnier und ein sehr emotionaler Moment für mich“, sagte der bullige Kreisläufer.

Später am Abend ist Titelverteidiger Spanien Kroatien ins Endspiel gefolgt. Der Champion von 2018 gewann das zweite Halbfinale gegen Slowenien mit 34:32 und greift am Sonntag (16 Uhr) erneut nach dem Titel. Spanien und Kroatien waren schon am Mittwoch in der Hauptrunde aufeinandergetroffen (22:22). Bereits am Samstag spielen Norwegen und Slowenien um Bronze. Die deutsche Mannschaft duelliert sich mit Portugal um Platz fünf. (dpa)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment