Ecolos Stellungnahme zur möglichen Schließung der Eupener Entbindungsstation

<p>In einer am Donnerstag veröffentlichten Studie wird vorgeschlagen, die Entbindungsstation in Eupen zu schließen.</p>
In einer am Donnerstag veröffentlichten Studie wird vorgeschlagen, die Entbindungsstation in Eupen zu schließen. | Foto: David Hagemann

Auf Grundlage einer veröffentlichten KCE-Studie, kündigt die Gesundheitsministerin Maggie De Block ihre Bereitschaft an, die Mindestzahl der Geburten pro Entbindungsklinik zu erhöhen und somit jede sechste Entbindungsklinik zu schließen, insbesondere in ländlichen Gebieten.

„Für Ecolo geht es hier jedoch nicht um Rentabilitätsziele, sondern vor allem um die Sicherstellung der Zugänglichkeit von Gesundheitsdiensten und eine menschengerechte Aufnahme der ersten Lebensstunden eines Kindes“, heißt es in der Pressmitteilung der Partei Ecolo.

Inga Voss, Abgeordnete der Ecolo-Fraktion im PDG, sieht das kritisch: „Die Zugänglichkeit und die Qualität der Versorgung muss landesweit gewährleistet werden. In unserer ländlichen Gegend müssen wir uns gemeinsam dafür einsetzen die Nahversorgung für unsere Bürger zu sichern.“

Ecolo Ostbelgien möchte sich auf DG-Ebene für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den beiden Kliniken einsetzen: „Wir müssen unsere Kräfte bündeln und in der DG schnellstmöglich mit allen Akteuren ein gemeinsames medizinisches Projekt erstellen. Dieses muss von der Politik mit getragen und verteidigt werden, damit keineweiteren Diensten von einer Schließung betroffen sein werden. Denn die Entbindungsstationen könnten sonst nur der Anfang sein.“

Laurence Hennuy, Ecolo-Abgeordnete und Mitglied des Gesundheitsausschusses in der Kammer, äußerte sich wie folgt: „Ecolo ist offen für eine Reform des Gesundheitswesens, wobei Synergien zwischen den Krankenhäusern aufgebaut werden müssen, die Primärversorgung aber weiter Vorrang hat. Aber der Vorschlag der Gesundheitsministerin, die Zahl der Entbindungskliniken zu reduzieren und damit die Zahl der Entbindungen pro Krankenhaus zu erhöhen, scheint vor allem eine Reaktion auf die Haushaltsziele zu sein, zum Nachteil des Wohlbefindens von Kindern und Müttern. Wenn die Ministerin sparen will, dann soll sie ihre Medikamentenpolitik überdenken: Viel zu teure Medikamente, die viel zu häufig verschrieben werden.“

In der Vergangenheit seien zudem bereits Einsparungen bei der Entbindungspflege getroffen worden, in dem die Verweildauer auf den Entbindungsstationen verkürzt wurde. (red)

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