Mollers: Unterrichtsausfall am KAE ist „nicht enorm“

<p>Harald Mollers</p>
Harald Mollers | Foto: David Hagemann

Sogar von „enormen Unterrichtsausfall“ und von einer Klage von Eltern war die Rede.

Tatsächlich habe es organisatorische Schwierigkeiten gegeben, nachdem am KAE die Weihnachtsprüfungen für das erste und zweite Sekundarschuljahr gestrichen worden waren, erläuterte Mollers. Mit der Streichung der Weihnachtsprüfung sollte im Gemeinschaftsunterrichtswesen (GUW) Zeit gewonnen werden für kompetenzorientierte Unterrichtsformen.

Am Königlichen Athenäum in Eupen gebe es zwar einen Vertretungspool von vier bis fünf Lehrern im Krankheitsfall, doch dieser funktioniere während der Prüfungszeit offenbar nicht, weil dann gleichzeitig Prüfungen und Unterricht organisiert werden müssten, so Mollers. Er sprach von einem Gesamtausfall von 97 Stunden. Allerdings seien nur 56 Unterrichtsstunden, verteilt auf 20 Klassen, nicht abgedeckt (Projekte,...) worden. Doch diese Zeit sei nicht vergeudet worden, da die Schüler entweder Arbeitsaufträge erhielten oder das Angebot des Studiensaals genutzt hätten. Eine Aufsicht sei immer gewährleistet gewesen.

Andere Einrichtungen im Gemeinschaftsunterrichtswesen handhaben die Streichung der Weihnachtsprüfung laut Angaben von Harald Mollers übrigens ähnlich. Er sei aber kein Freund davon, die Weihnachtsprüfung auch in anderen Stufen zu streichen, weil die Prüfungen schließlich auch auf weiterführende Studien vorbereiten sollen. Darüber hinaus seien auch die betroffenen Schulleiter in dieser Frage „gespalten“.

KAE-Studienpräfekt Etienne Gengler bestätigte auf Nachfrage dem GrenzEcho ebenfalls, dass es organisatorische Schwierigkeiten gegeben habe. Es sei allerdings völlig übertrieben, hier von „enormen Ausfall“ zu sprechen. Hier werde aus einer Mücke ein Elefant gemacht, ärgerte sich der Schulleiter. (sc)

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