Auf die AS Eupen wartet heute (16.15 Uhr) nicht nur der KV Mechelen, sondern auch das Geschichtsbuch. Mit drei Punkten können die Ostbelgier schon jetzt für die erfolgreichste D1-Saison der Vereinshistorie sorgen. „Die beste AS Eupen aller Zeiten“ – lange etwas zwischen Marketing und Wunschgedanke des Vereins, heute Abend vielleicht Realität.
Ein unter Philippe Montanier erkranktes Standard Lüttich hat von Mbaye Leye den richtigen Impfstoff erhalten. Mit dem ehemaligen Profi an der Seitenlinie melden sich die „Rouches“ eindrucksvoll zurück. Das 4:0 beim KV Mechelen zeigt an, wohin die Reise gehen soll.
Weil das Coronavirus die Welt immer noch im Griff hat, wirkt eine Fußball-EM in insgesamt zwölf Ländern wie ein unerreichbares Ziel. Während die UEFA langsam unter Druck gerät, bangen Millionen Fans nicht nur um ihr Ticket, sondern auch um ihr Geld.
„Wir dürfen nicht die nächste Chance liegen lassen, in der Tabelle nach oben zu klettern“, fordert Mittelfeldspieler Stef Peeters vor dem Duell der AS Eupen gegen Beerschot. Worte, so präzise, wie viele seiner Pässe.
Nach dem Heimsieg über den RSC Anderlecht (2:0) trifft die AS Eupen am Mittwochabend (18.45 Uhr) auf Beerschot. Gegen den Aufsteiger wollen die „Pandas“ ihre schwache Bilanz im eigenen Stadion verbessern.
Zweites Spiel, zweiter Sieg: Trainer Mbaye Leye erzielte auch bei Cercle Brügge die volle Punkteausbeute mit Standard Lüttich. Im Venedig des Nordens sorgte Maxime Lestienne für den Unterschied, während der Eupener Damjan Pavlovic positiv auf sich aufmerksam machen konnte.
Positiv auf das Coronavirus getestet, verletzt und dann nicht mehr die Nummer eins: Ortwin De Wolf hat schon bessere Zeiten im Trikot der AS Eupen erlebt. Weil sein Frust wächst, und das Interesse anderer Vereine zunimmt, könnte der 23-Jährige schon bald die Farben wechseln.
Mit seinen beiden Toren schoss Smail Prevljak die AS Eupen am Freitagabend zum 2:0-Sieg über den RSC Anderlecht. Nach dem Spiel zeigte er sich bescheiden: „Ich mache nur meinen Job.“
Die AS Eupen hat nicht ganz umsonst fast 500 Kilometer im Bus gesessen: Am Dienstagabend erkämpften die Ostbelgier – ab der 17. Minute in Unterzahl – einen ebenso guten wie wichtigen Punkt beim KV Oostende. Der Vorsprung auf den Tabellenkeller wächst langsam, aber er wächst.