Ab da tauchten die 17 Jugendlichen und ihre vier Begleiter in die Welt der Medien ein: Fake News, Medien im Wandel der Zeit, Trickfilmkiste, österreichischer Medienkaiser Maximilian – für alle war etwas dabei. Auch das gesamte Rahmenprogramm war kunterbunt: neben Museumsbesuchen und Workshops gab es Sporteinheiten, damit die Jugendlichen nach konzertiertem geistigem Arbeiten in der Medienwelt wieder körperlich in Bewegung kamen.
Das Hauptaugenmerk lag auf den Tagen Mittwoch und Donnerstag. Die Gruppe wurde in zwei aufgeteilt. Eine Gruppe lernte wie man Trickfilme macht und hatte stolze zehn Zeichentrickfilme erstellt, die die verschiedensten Themen behandeln.
Die andere Gruppe ging ins Radio. Die Jugendlichen bekamen dort eine Einführung in die Radioarbeit sowie die Chance, am Donnerstag eine eigene Radiosendung auf die Beine zu stellen. Eine Stunde Sendezeit schenkte ihnen Radio Freirad, um über eigene Themen zu reden, die sie im Vorfeld mit Yannick Ramjoie festgelegt und vorbereitet hatten. Da er selber regelmäßig im Radio moderiert hat, konnte er ihnen zusätzlich Tipps gegen Lampenfieber geben.
Am Donnerstag, 17 Uhr, war es dann soweit: die Jugendlichen sprachen unter anderem über kulturelle Unterschiede zwischen Belgiern, Italienern und Österreichern, sowie über ihre jeweiligen Hobbies. Vier Jugendliche die erst seit zwei Jahren aus Afghanistan zugewandert sind, hatten das Sagen: einer hat die Anmoderation in Deutsch durchgeführt und auf Pârsi übersetzt, während der andere rein in Pârsi geantwortet hat.
„Kein Thema“, meinte die Moderatorin des freien Radiosenders, „dass erfreut die Ohren unserer afghanischen Hörer“.
Als die Uhr dann die 18 Uhr schlug, waren alle sichtlich erleichtert, glücklich und sogar ein bisschen stolz auf sich. Wenn die Hörerinnen und Hörer sie in dem Moment hätten sehen können, hätten sie die sehr zufriedenen Gesichter gesehen. Die erste Live-Sendung für alle Teilnehmer: das musste gefeiert werden. Und was gibt es da besseres als ein gemütliches Essen in einem kleinen italienischen Restaurant.
Wer Jugendbegegnungen kennt, weiß, dass man nicht nur Leute, sondern auch Land kennenlernt. Also ging’s am vorletzten Tag raus in die Natur - mit der Gondel zur Nordkette, wo alle später in der Seegrube auch zu Mittag essen sollten. Die Sicht von oben war atemberaubend und die Jugendlichen waren mehr als begeistert.
Am letzten Tag hatten sich die Begleitpersonen kurzfristig entschieden, aufgrund der Wetterlage,nicht wandern zu gehen. Stattdessen sind alle in einen Trampolinpark gefahren, wo die Jugendlichen sich nochmal so richtig austoben konnten, bevor tags darauf die lange Heimreise für die Ostbelgier anstand.
Diese Jugendbegegnung werden die Teilnehmer nicht so schnell vergessen. Als Nachweis für alles, was sie im Medienbereich erlernt haben und für ihr Engagement im interkulturellen Austausch haben sie alle einen Youth Pass erhalten.
Jetzt steht nur noch eine Terminabsprache für nächstes Jahr an, denn schließlich möchten sich die Jugendlichen nächstes Jahr wiedersehen, aber dieses Mal in Ostbelgien.
Danke Erasmus+, die finanzielle Unterstützung macht es möglich.



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