Die Teuerung bleibt in Belgien ein Thema. Nach den neuesten Berechnungen des föderalen Planbüros, die am Dienstag veröffentlicht wurden, dürfte die Inflation 2027 bei 4,4 Prozent liegen. Noch vor einem Monat hatten die Experten lediglich 3,7 Prozent erwartet. Für das laufende Jahr 2026 bleibt die Prognose unverändert bei 3,7 Prozent. Zum Vergleich: 2025 lag die durchschnittliche Inflation bei 2,47 Prozent, 2024 waren es 3,14 Prozent.
Auch der sogenannte Gesundheitsindex, der unter anderem für die Anpassung von Löhnen und Mieten eine wichtige Rolle spielt, dürfte weiter steigen. Für 2026 erwartet das Planbüro einen durchschnittlichen Anstieg um 3,3 Prozent, für 2027 sogar um 4,5 Prozent.
Schwellenindex könnte früher überschritten werden
Die höheren Inflationsprognosen wirken sich auch auf den Zeitpunkt der nächsten Indexanpassungen aus. Nach den aktuellen Berechnungen dürfte der Schwellenindex bereits im November 2026 und anschließend erneut im Februar 2027 überschritten werden. Noch im Oktober war das Planbüro davon ausgegangen, dass die zweite Überschreitung erst im April 2027 erfolgen würde.
Der Schwellenindex ist entscheidend für die automatische Anpassung von Sozialleistungen und Gehältern im öffentlichen Dienst an die steigenden Lebenshaltungskosten. Wird die Schwelle wie erwartet im November überschritten, sollen die Sozialleistungen und Beamtengehälter im Februar 2027 entsprechend angehoben werden. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren