Schmid bewegt sich souverän zwischen den Genres. Als bislang einziger Geiger wurde er sowohl im Bereich Klassik als auch Jazz mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet. Er ist Künstlerischer Leiter der Salzburger Kulturvereinigung und Professor an der Universität Mozarteum. In St.Vith wird er auf der Stradivari „ex Viotti“ von 1718 spielen, die ihm die Österreichische Nationalbank zur Verfügung stellt.
Mit der Umbesetzung erhält auch das Programm eine neue Note. Griegs Suite „Aus Holbergs Zeit“ eröffnet den Abend wie ursprünglich vorgesehen. Der Komponist greift darin auf barocke Tanzformen zurück und lässt sie in seiner ganz eigenen romantischen Klangsprache wieder aufleben.
Neu hinzu kommen Bibers Passacaglia aus den „Rosenkranz-Sonaten“ und Haydns Violinkonzert in C-Dur. Bei Biber genügen vier absteigende Töne als Ausgangspunkt für ein kunstvolles Variationswerk, das die virtuosen Möglichkeiten der Violine auslotet. Haydn schlägt einen anderen Ton an: Sein Konzert lebt von melodischem Einfallsreichtum, spielerischer Leichtigkeit und feinem musikalischem Witz.
Unverändert bleibt auch der Abschluss des Abends: Schönbergs „Verklärte Nacht“. Inspiriert von Richard Dehmels Gedicht über ein Paar, dessen Beziehung durch ein Geständnis auf die Probe gestellt wird, erzählt das Werk von Verletzlichkeit, Vergebung und einem möglichen Neuanfang. Schönberg übersetzt diese menschliche Geschichte in eine Musik von großer emotionaler Intensität.
Das Stuttgarter Kammerorchester und Benjamin Schmid sind am Samstag, 7. November, um 19 Uhr im Triangel St.Vith zu erleben. Weitere Informationen zur Absage und zum Ticketverkauf unter www.obf.be. (red/ab)

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