Seit dem 1. November können besonders stromintensive Unternehmen mit einer erheblichen Entlastung rechnen. Wie die CREG am Montagabend mitteilte, werden ihre Netztarife im November und im Jahr 2027 um 50 bis 70 Prozent gesenkt. Zu den möglichen Begünstigten zählen große Industriebetriebe wie BASF und Nyrstar.
Mit der Maßnahme will die Föderalregierung die Wettbewerbsfähigkeit der belgischen Industrie stärken. Vor allem gegenüber Unternehmen in Deutschland und Frankreich sollen die Stromkosten konkurrenzfähiger werden. Die Industrie fordert eine solche Entlastung bereits seit Jahren.
Keine Mehrkosten für Privathaushalte
Die Vergünstigung wird 2026 und 2027 insgesamt zwischen 130 und 160 Millionen Euro kosten. Damit diese Entlastung nicht zulasten anderer Stromkunden geht, hat die Regierung Gegenmaßnahmen vorgesehen.
So sollen die Verbrauchsteuern auf Strom für Unternehmen und Haushalte gesenkt werden. Zusätzlich greift der Staat auf Tarifüberschüsse des Hochspannungsnetzbetreibers Elia zurück. Dabei handelt es sich um Rücklagen aus höheren Einnahmen als ursprünglich erwartet.
Nach Angaben der CREG sollen die Netztarife für Haushalte und kleinere Unternehmen dadurch in den Jahren 2026 und 2027 unverändert bleiben.
Die Vergünstigung ist Teil eines umfassenderen Energiepakets der Föderalregierung mit einem Volumen von 944 Millionen Euro. Hinzu kommen 425 Millionen Euro an europäischen Fördermitteln für energieintensive Betriebe, die an die Regionen weitergeleitet werden sollen.
Der Industrieverband Febeliec begrüßte die Entscheidung als einen „Schritt in die richtige Richtung“. (belga/calü)

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